Die Montage I.


Die Montage I.

Damit ihn jeder auf dem Boden gleich erkennen konnte, dass er aus der Luft mit seinem Helikopter in friedlicher Absicht kam, montierte Pierre kurzerhand Musikboxen, welche er in der Hauptstadt ergattern konnte, auf die Kufen seines Helikopters. Er wollte musikalisch durch die Lüfte!

Sein Gedanken dahinter war, dass nur Hunde und Musik die Menschen auf Erden zusammen bringen können.

Pierre verkabelte in seiner Freizei Stunde um Stunde ein ganzes Soundsystem mit und in seinem Cockpit. Am Ende hatte ein CD-Player an der Seite seines Sitzes ein neues zu Hause gefunden. Um die Erschütterungen durch Motor und Rotoren im Player dämpfen zu können, bastelte er noch eine kleine Holzkiste mit zu öffnenden Deckel, die innen mit Schaumstoff ausgelegt war.

Zwei Lautsprecher standen auf je einer Kufe und einiges Gewirr an Kabeln schreckten nicht einmal die zuständigen Sicherheitsorgane vor Ort, denn sie waren der festen Überzeugung, dass Pierre mehr als nur durch geknallt war. Dennoch war es ihnen unerklärlich, dass er unter einem gewissen Schutz der Vorgesetzten stand.

Es war früh am Morgen und Pierre wollte sein am Vortag fertig gestelltes Werk einer Abschlussprüfung unterziehen. Bei der Sichtung war er sehr zufrieden. Alle Kabel waren ordnungsgemäss verlegt, keines störte. Das zusätzliche Silikon zur Befestigung der Lautsprecher war an den Kufenoberseiten gut angetrocknet und machte neben der nötigen Kabelbefestigung zusätzliche gute Empfindungen für Pierre. Der CD Player wartete auch schon geduldig auf seinen ersten Einsatz.

Nach dem technischen Rundgang musste selbstverständlich eine Generalprobe der Töne von statten gehen.

Beim Testen seiner musikalisch-fliegenden Idee stand gerade auf dem gegenüber liegenden Platz des Helikopterparkplatzes eine Truppe seiner Kollegen beim Morgenappell. Der Feldwebel hielt in seinen Worten, die er an die Soldaten richtete, abrupt inne, weil mit einer irren Lautstärke Musik über ihre Köpfe hinweg donnerte.

Er drehte sich langsam und ungläubig zu dem Helikopter hin, aus dessen Richtung die Noten von
The Twist von Chubby Checker



zu ihnen herüber drangen. Dabei begannen sein Mechaniker, der ihm beim Aufbau und nun bei der Prüfung der Anlage die ganze Zeit schon behilflich war und noch ein Kollege, der einfach heute Morgen bei den beiden nur vorbei schaute, sowie Pierre eine Tanzeinlage hinzulegen.

In den aufgestellten und stramm stehenden Soldatenreihen begann daraufhin ein leises, aber immer mehr lauteres Gelächter. Nicht über Pierres Musiktest, das wussten die meisten, dass er das heute morgen vorhatte.

Sie lachten über die Reaktion ihres Feldwebels!

Durch das ganze Quartier waberten nun twistische Töne und nach und nach kamen die Kollegen aus ihren Löchern gekrochen um nachzuschauen, was los sei. Das Lachen der Kollegen im Appell steckte die anderen, die hinzugekommen waren an. Einige wurden von dem Rhytmus angesteckt und tanzten sogar mit, sei es mit Zahnbürste zwischen den Lippen geklemmt oder mit der morgendlichen Kaffeetasse bewaffnet.

Nur der Feldwebel fand das alle so gar nicht lustig und legte einen äusserst strammen Schritt Richtung musikalischen Helikopter auf.

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lookwithme
Ziel erfasst!
Wo?
Bei 12 Uhr. Siehst du es?
Ja. Jetzt seh ichs auch.
Sieht gut aus. Soll ich?
Warte noch.
Jetzt?
Nein, noch nicht.
Meinst du?
Ja.
Jetzt?
Nein. Die lassen wir noch im eigenen Saft bruzzeln.
Gib Bescheid, okay?
Auf alle Fälle.
Jetzt?
Nein!! Lass sie noch überm Grill hängen.
Warum? Der Zeitpunkt ist genial!
Roh fress ich doch keine Rostbratwurst.
















Es Knopferl


Es Knopferl

Werte Nichtleserschaft, es ist sehr erstaunlich, daß es noch niemand aus der Kleiderbranche gibt, der sich eines wirklich ernsthaften Problems angenommen hat:

dem Hosenknopf!

Im speziellem, dem Hosenknopf für die Hose eines Mannes. Es geht heute in diesem Beitrag um Herrenmode.

Betrachten wir uns einmal eine Hose näher:

Wir haben den Part des Gürtels, den Part der Gesäßtaschen, den Part der seitlichen Taschen für Schlüßel, Hände, Kleingeld und sonstigen wichtigen Dinge des männlichen Trägers, den Part der Hosenbeine und, nicht zu vergeßen, je nach Hosenausführung, den Reißverschluß oder die Knöpfe im vorderen Hosenbereich.

Nun nutzt ein Mann die vorgesehene Knopfleiste, welche aus mindestens fünf Knöpfleins besteht, sofern er diese Ausführung des Hosenmodelles gegenüber dem Reißverschlußmodell vorziehen sollte. Er nutzt diese knopfige Leiste des öfteren, und manches Mal, dieses soll vorkommen, bei Bedarf auch mehrmals am Tag. Nun legen wir unseren Fokus auf den obersten, den ersten Knopf, der besagten Knopfleiste.

Dieser Knopf scheint nämlich nach einem gewissen Zeitraum, stets ohne den Hosenbesitzer zu fragen, sich selbstständig zu machen. Er schlupft nämlich völlig frech und unverschämt, so mir nichts, dir nichts, aus seinem ihm zugewiesenen Knopfloch heraus.

Mag sein, daß es diejenigen Mitmenschen amüsiert, wenn sie die Unannehmlichkeit des Hosenträgers sieht, wenn dieser erste Knopf seine eigenen Willen durchgesetzt, und still und heimlich von der Leiste sich entfernte. Diese Tatsache kann jedoch als Betroffener als recht peinlich empfunden werden.

Der Mann von Welt nimmt nun einen der Hosenfarbe entsprechenden Zwirn, und bessert das Knopfloch an der durch die mehrmalige Knopfnutzung ausgediente Stelle aus. Zwei, drei kleine Stiche und siehe da, der Knopf verbleibt brav an seinem Verschlußknopfloch. Leider jedoch hält diese Angelegenheit nicht lange, da nicht das eigentliche Knopfloch sich durch die ständige Nutzung des hiesigen Knopfes weitet, sondern im Grunde ist’s der Stoff, der den Beanspruchungen des Alltags nicht mehr standhält.

Da kann Mann die Naht noch so oft verstärken oder wieder verkleinern, es nutzt nichts!

Es Moishele nicht dumm, kramte in seiner Werkstatt ein paar Nieten aus allerlei Kästchen hervor, bog diese sich zurecht, und beschlug in höchster hingebungsvoller Feinarbeit die Stoffkante des diversen ersten Knopfloches mit den Nieten aus, so daß der Knopf nun länger in seinem ihm zugewiesenen Knopfloch verbleiben sollte.

Nun, werte Nichtmitleserschaft, halten Sie schon die Luft a bisserl an, regen sich die Lippchen zu einem Grinsen, da Ihr Inneres ahnt, daß es nicht so bleiben kann, wie es Moishele soeben beschrieben?

Wissen's! Sie sind durchdrungen von Schadenfreude : ))
Gut, ich werde Ihnen nun den weiteren Werdegang erzählen.
Kommen's a bisserl näher rutscht, und trinken Sie mit mir ein Tasserl Geisha Kaffee. Diese Sorte wird in Panama von der Finca LaEsmeralda hergestellt. Weiter geht's:

An einem wunderbaren Sommerabend wollte es Moishele ins Haus seiner Schwester eilen, da sie angerufen, einer der Kinder hätte sich verletzt, und sie benötige Unterstützung. Die gerade Straße entlang schritt nun es Moishele hastig, seine Beine wurden immer schneller, und er bog mit Schwung in den schwesterlichen Garten ein. Leider übersah sein linkes Hosenbein den Gartenzaun, der den Stoff festklammerte, und es Moishele zog und zog, damit er endlich ins Haus kommen könnt'. Von dort aus waren auch die jämmerlichen Schreie eines Kleinkindes hörbar!

Mit einem lauten Ratsch stand's Moishele ohne Beinbekleidung im Türrahmen, und leider ist an eine Reparatur der selben nicht mehr zu denken. Jedoch, und darüber freut sich's Moishele riesig, die mit einem Stück Niete versehene _ Knopflocheckenidee _ hat sich im Laufe der Zeit bei Knopfhosenträgern herumgesprochen und sich bewährt! Zumindest innerhalb der Familie.

Danken wir dem HERRN, daß wir Menschen noch Ideen haben, welche anderen Mitmenschen Freude bereiten können, und das der Schreck beim weinenden Kinderl größer als die kleine Platzwunde über'm Auge!

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night
Ist's Leben nicht wundervoll?
Mag es im Alltag hin und wieder schattig,
es dringt doch die Sonn' hindurch, und leuchtet!





Extern - Zusammenhang

chaos
Chaos

Es gibt hier in der Strasse drei Häuser. In jedem Haus lebt ein Mensch. In einem der Häuser du, in dem anderem Haus unser Nachbar und in einem der Häuser lebe ich.

Du beobachtest mein Tun schon seit Längerem und ich erzähle dir sogar über den Gartenzaun hinweg, dass ich den gemeinsamen Nachbar von uns am liebsten...

Dir ist also meine Absicht bekannt!

Eines Nachts hat der gemeinsame Nachbar die Füsse von sich gestreckt.
Du findest ihn im Garten. Ich stehe am Zaun und grinse.

Rechtlich gesehen befindest du dich nun in welchem Gebiet?
Welche Anklage erwartet dich? Vom staatlichen Organ aus gesehen?

Wenn wir heute die Nachrichten verfolgen, so ist der / sind die Verursacher für die Ereignisse in der Hauptstadt von Belgien den staatlichen Organen bekannt.

Interessant, oder?
Hoffentlich beginnt es bei dir jetzt im Oberstübchen zu dämmern.

Wenige Minuten nach allen Geschehnissen wurde bekannt, dass der Abdruck einer Fingerkuppe an einem Bumms-Rumms-Gürtel gefunden wurde.

Nun stellen wir uns das einmal bildlich vor:

Gehe an den Kleiderschrank und hole einen Gürtel hervor. Ziehe ihn dir an. Nun denke dir, da würden ein paar Kilogrämmchen Bumms-Rumms-Material dran hängen. Die Kiste ginge hoch.

Meinst du, von dir bliebe noch was über?

Auch wenn noch ein Fitzelchen Gürtel vorhanden wäre, wie kann es sein, dass wenige Minuten nach dem Bumm auf diesem ein Marker gefunden werden kann, obwohl - nun gehen wir wieder an den Ort des Geschehens - das Gebäude noch nicht komplett evakuiert wurde, das gesamte Chaos noch nicht überblickt wurde?

Erst am sehr späten Nachmittag war das Gebäude komplett von den sich noch dort Befindlichen geräumt, die Glasscheiben aber noch nicht zusammen gekehrt. Das wird erst in den nächsten Tagen soweit sein. Ausserdem müsste ein Statiker auf das Gebäude sehen, um mögliche Einsturzgefahren zu erfahren.

Wie kann ein Labor so schnell einen hundertprozentigen Marker ausfindig machen, wenn eine schlichte Obduktion schon Tage andauert? Warum arbeitet die Spusi in der Regel einige Stunden, etliche Tage, hier aber in Minutenschnelle?

Dann kam die Meldung, ein weiterer Gürtel wurde vor Ort eliminiert.

Ist es nicht das Bestreben der Staatlichkeit solche Beweismittel genaustens bis auf die letzte Schuppe zu untersuchen? Um Erkenntnisse gewinnen zu können?

Ach nee. Hatten sie ja eh schon! Die Erkenntnisse. Brauchen daher nichts mehr ins Labor schleifen und nachschauen.

Das gesamte Bild, sämtliche Handlungen ist, sofern wer aufmerksam, wie ein roter Faden, der sich durch solche Ereignisse durch zieht. Schon mal aufgefallen?

Ganz fix werden die Verursacher auf dem silbernen Tablett der Öffentlichkeit vorgestellt, sie sind ihnen bekannt, danach werden Nester geplündert und Unmengen von diversen Gegenständen gefunden usw.

Jetzt wird dem geneigten Interessent in einem Beitrag, sei es Filmbeitrag oder schriftlichen Medienbeitrag mindestens wenn nicht noch öfter das Wörtchen mit dem Anfangsbuchstaben
T , in der Mitte des Wortes kommen zwei rr vor und dem Endbuchstaben r eingehämmert.

Parallel dazu verschwinden auf misteriöser Weise diverse Meldungen. Sie sind gestern nur kurz aufgelegt worden und waren innerhalb weniger Minuten wieder verschwunden.

Wie da hätten wir, dass die Börse nach dem Geschehen eingeknickt ist, vorwiegend seien fliegende Gesellschaften davon betroffen, oder auch wurden innerhalb weniger Stunden neue Gesetze auf den Tisch gelegt und diese sind kurz danach sogar in Kraft getreten.

Hat das wer mitbekommen? Wir ja.

Dem verängstigenden Bürgerlein wird nun das Wort Sicherheit umgelegt. Nach dem Motto: Keine Angst, wir kümmern uns! Dafür musst du aber dieses und jenes (Forderungspunkte) an uns abtreten.

Das nennt sich Tauschgeschäft, gell!?
Wir minimieren deine Umgebung, dafür machen wir uns bei dir breiter, damit wir dich besser kontrollieren können.

Der nächste kuriose Punkt war die Aufforderung der zuständigen Ämter, nicht das mobile Netz für Anrufe an Familien zu nutzen. Sondern eher die sozialen Netzwerke.

Ups!?
Ist das nicht ein und dieselbe Leitung?
Gibt es dann, wenn ich auf soziale Netzwerke surfe, keine Datenüberlastung (so wie deren Argumente waren), denn die Anzahl der Nutzer in sozialen Netzwerken wäre im Vergleich zu Anrufern doch die gleiche.

Irgendwie scheine ich hier etwas misszuverstehen, kann das sein?
Ach so! Nee, ist ja anders!

Auf den Netzwerken kann ja besser mitgelesen werden, ist nicht so anstrengend, weil die Infos kann man später noch nachlesen, sind ja gespeichert. So ein Anruf ist da schon schwieriger mitzuhören.

Die Geschehnisse der letzten Monate hatten wir schon mal auf diesem Planeten. Es wiederholt sich - nur perfider und mit anderen Marionetten - dort oben. Dieses Mal wird es, wie uns die Geschichte lehrt, nur grausamer für uns Bürgerleins. Denn die Technik ist weiter als das letzte Mal.

Macht Euch auf was gefasst!

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Alarm im Lazarett III.



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Alarm im Lazarett III.

Kollegen mit fahrenden Pritschen standen schon seit geraumer Zeit neben den Landeplätzen bereit und kamen nun mit ihrer Ladung ins Krankenhaus eingefahren.

Jannemann, ein deutscher Kollege, der mit Pierre schon einmal hier im Land war und zusammen gearbeitet hatte, sortierte erst einmal in aller Ruhe seine Post-It Kleber.

Kleine bunte Post-Its wurden von ihm auf den Verletzten angebracht, der gerade im Eiltempo angekarrt wurde. Die Post-It Kleberei war vor Jahren seine Idee. Musste doch alles im Chaos trotz allem geordnet zugehen. Ausserdem waren die Kleber für Doc Mozart eine grosse visuelle Hilfe bei der Arbeit.

Es gibt oftmals sehr einfache unterstützende Massnahmen, die allen Beteiligten das Leben erleichtern.

Grüne Post It's Klebezettel galten für Leichtverletzte -
konnten sie doch noch liegen bleiben, bis das Team die nötige Kapazität frei hatte. Also zum Warten an die Containerwand schieben.

Orangefarbene Zettel galten für Schwerverletzte ohne Amputationen. Die kamen heute in die linke OP-Raumhälfte des Containerkrankenhauses.

Rot ging direkt gerade aus. Da sah es garantiert schlimm aus, wenn einer einen roten Post-It an sich kleben hatte. Blau waren die Amputationen.

Jannemann und Pierre standen nebeneinander am Haupteingang des Klinikums und beobachteten die Landung. Kurz danach herrschte Hektik zwischen ihnen und den Helikoptern.

Die ersten Verletzten stiessen zu ihnen und Jan klebte fleissig bis...

...ja bis ein Kollege reingeschoben kam, der im Grunde ein blauer Post-It war, doch neben ihm stand eine Pritsche auf der der Jack-Daniels-Mann lag. Jeder im Camp litt unter dem Jack-Daniels-Typen und Jannemann schob dessen Pritsche mit seinem Fuss dezent an die Wand und markierte ihn mit einem blauen Post-It, den anderen Kollegen als Rot. Doc Mozart drehte mittlerweile seinen Musikapparat, der in der Hosentasche auf seinen eigenen Dienst wartete, auf volle Lautstärke auf, stopfte sich die Ohrenstöpsel in seine Gehörgänge und begann mit seinem Team, das die ganze Zeit im Operationssaal wartete, seine Arbeit aufzunehmen.

Ein anderer Teil des Klinikpersonals, welches nun in der Vorhalle angekam, kümmerte sich Reihum um die Grünen Post-Its-Patienten.

Der Flurfunk erzählte zwischendurch, dass die Jungs da draussen mehrere Dörfer im Visier hatten, jedoch in einen Hinterhalt gerieten.

Dann begann das Fiasko! Die Ergebnisse lagen nun in den Containern.

Als Doc Mozart das OP-Besteck nach über 15 Stunden für seinen Feierabend endgültig aus der Hand legen wollte, schob wer noch einen Patienten in den Raum.

"Nicht, dass ihr den vergesst." sagte die Kollegin, die die Pritsche mit dem Verletzten in den Raum schob. Auf der Pritsche lag der Jack-Daniels-Mann. Anscheinend nahm niemand den blauen Kleber von Jannemann so richtig ernst.

Oder war es Absicht ihn doch so lange im Flur warten zu lassen?

Pierre zog seinen Mundschutz vom Gesicht und fragte den Jack-Daniels-Kommandeur auf der Pritsche:

Nach Vorschrift oder nach Ermessen des diensthabenden Arztes?

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Alles halb so schlimm


Zwar war der Jack-Daniel-Man mit Beruhigungsspritzen und Schmerzmittel voll gepumpt, doch er konnte noch eine diverse und sehr eindeutige Handbewegung an seinem Hals hin zu Doc Mozart machen.

Pierre hielt darauf den blauen Post-It vor die Augen des Verletzten und schon war der unliebsame Kommandeur in seinen besten Träumen. Der Anästhesist unterbrach nämlich auf seine Art diese kuriose Unterhaltung. Was Pierre im ersten Moment masslos ärgerte.

Es ist unverständlich, dass so viele Amputationen durchgeführt werden, wenn noch etwas zu retten wäre. Doch die oberste Uƒ-Führung will es nicht anders. Das hat auch damit zu tun, dass die Industrie ihre neu entwickelten Produkte am lebenden Objekt testen will.

Denn parallel zu solchen Testreihen ist die Zukunft eingeläutet

Hast Du Fragen an Doc Mozart?
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Sie gingen auf Friedensmission. Und nicht wenige von ihnen hatten die Illusion, sie könnten Afghanistan wieder verlassen, ohne einen einzigen Schuss abzugeben. Doch diese Annahme erwies sich für die meisten von ihnen schon bald als verhängnisvoller Trugschluss.

DMAX REPORT zeigt anhand der beeindruckenden und erschütternden Bilder der BBC-Dokumentation
Im Kampf gegen die Taliban, wie britische Soldaten in der Unruheprovinz Helmland mitten in einen Krieg geraten - de facto die schlimmsten militärischen Auseinandersetzungen für die Truppen des Vereinigten Königreichs seit dem Korea-Krieg.

Sechs Jahre nach dem Fall des Taliban-Regimes sind der Süden und der Osten Afghanistans noch immer ein hart umkämpftes Krisengebiet. Die ländliche Bevölkerung lebt vom Opiumanbau, und die Region ist noch immer in der Hand islamischer Freiheitskämpfer.

Genau hier, wo Selbstmordattentate, Heckenschützen und Strassenkämpfe zum Alltag gehören, verrichtet die britische Queens Company ihren gefährlichen Dienst.

Soldaten, die in Friedenszeiten vor dem Buckingham Palast als begehrtes Fotomotiv dienen. Nun kämpfen diese Männer zusammen mit afghanischen Einheiten gegen einen Feind, der zuweilen unsichtbar scheint, und den Tod nicht färchtet. Britische Journalisten haben die Grenadiere nach Afghanistan begleitet und ihren Alltag mit der Fernsehkamera hautnah und ergreifend dokumentiert.

Im Kampf gegen die Taliban [1/5]


Afghanistan Veteranen haben ein ∞ Projekt aufgebaut. Für einen Testlauf waren einige von den Jungs und Mädels in Pierres Heimatland. Sie hatten sich getroffen und er konnte ihnen hoffentlich gute Ratschläge für den Aufenthalt in Eis und Schnee für ihr Projekt mitgeben. Auf alle Fälle machen sich die Zelte mitten in der Nacht mit dem kräftigen Wind nicht wieder auf und davon.

FLYING FOR FREEDOM


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Sweden testing for British Antarctic Microlight Expedition
















Überleben in Eiseskälte


Überleben in Eiseskälte - möglich?

Einige machen den fatalen Fehler bei um die Nullgrad Celsius keine geeignete Bekleidung tragen zu wollen. Diese Spezies vergisst sehr schnell, dass sich die Temperatur verändert, sobald noch Winde aufkommen.

Diese gefühlte Temperatur nennt sich ∞
Windchill.

Gehen wir einmal fiktiv die nicht selten vorkommende Situation durch:

Du gehst spazieren, es ist um die Plus 2 Grad, Sonnenschein, kaum Bewölkung. Der Uhrzeiger steht auf 14,30 Uhr. Wir schreiben den Monat November.

Deine Bekleidung:

Unterwäsche, T-Shirt, eine dünne Windjacke, Jeans, Bergschuhe.
Keine Mütze dabei, kein Schal, keine Handschuhe, denn "es ist ja sooo schön draussen".

Um 14,45 Uhr ziehen dicke, kräftige Wolken auf, der Wind beginnt sich fühlbar zu regen. Die Temperatur fällt auf Minus 1 Grad, die Sonne geht rasch unter. Da die Landschaft bergig ist, verschwindet die Sonne um 15,03 Uhr komplett hinter einem Berg, Sterne werden zwischen der mittlerweile grossen Wolkenformation sichtbar. Die Temperatur sinkt rapide ab auf Minus 9 Grad.

Nun stehst du da und der Weg zum Auto ist lang!

Merke:

Über 80 % der Wärme verliert ein Körper über seinen Kopf, wenn du anfängst zu frieren, schwächt das zuerst deine Konzentrationsfähigkeit. Das bedeutet: schön auf dem Weg bleiben, woher du gekommen bist, sonst ist die Gefahr, dass du dich verläufst sehr gross.

Sehr schnell kann es zu Erfrierungen und Unterkühlungen kommen. Schütze daher so schnell wie möglich deine Extremitäten!

Da du keine Pappe oder Papier zur Hand haben wirst in der freien Wildbahn, suche dir Tannenzweige. Laubbäume haben nämlich ihr Blattwerk schon lange abgeworfen. Stopfe nicht die dicken Äste unter die Jacke, sondern breche dir die schmalen Ästchen, die biegsamen und nicht zu harten ab. Die kleinen Äste schützen deinen Körper vor eindringenden Wind, der dich schnell auskühlen lässt.

Wenn es dir irgendwie möglich ist, bedecke deinen Kopf!

Dafür kannst du zur Not deine Unterhose benutzen! Bedecke damit auch deine Ohren, denn die Läppchen sind besonders empfindlich für Erfrierungen.

Die Temperatur sinkt auf Minus 15 Grad, starke Winde wehen, so dass sich die Äste der Bäume beginnen stark zu bewegen.

Bleibe nie stehen, sondern gehe weiter. Bewege dich!

In der Kälte verbraucht der Mensch sehr viel Energie, du solltest immer eine Kleinigkeit zu Essen mit dir tragen. Sei es eine kleine Packung Kekse oder Schokolade.

Fasse nie blosses Metall mit den Händen ohne Handschuhe an.
Du könntest dir die Haut abziehen!


Solltest du ins Schwitzen geraten, wirst du noch schneller abkühlen, daher gehe langsam voran, bewege dich, aber nicht so schnell, dass du anfängst zu schwitzen.

Wie bei jedem Notfall versuche Hilfe zu rufen (wohl dem, der einen voll geladenes Mobiltelefon dabei hat oder in der Wildnis Empfang verzeichnen kann).
Wenn du an deinem Auto angekommen bist und den Motor gestartet hast, fahre nicht gleich los, denn du bist am Zittern und deine Konzentration ist nicht gut!

"Taue" dich erst ein wenig auf, bevor du das Gaspedal bedienst.

Grundsatz:

Nie - und da kann das Wetter noch so schön sein wenn ihr aus dem Haus geht - nie ohne Mütze, Handschuhe, Schal, Nahrung und etwas zu Trinken aus dem Haus. Tragt stets einen kleinen Rucksack bei euch. Die Sachen sind nicht schwer und somit tragbar.

***


Seit hier über Anders wo? geschrieben wird, erreichen mich mehr und mehr Anfragen über das Kontaktformular. Speziell häufen sich die Fragen über Selbstständigkeit und die Eröffnung eines so genannten Huskycamps für Touristen. Nun wird es heute hier einen einmaligen Antwortsbeitrag auf Fragen, die auf solche Vorhaben abzielen, geben und das endgültig!

Immer wieder erreichen uns schriftliche Anfragen, in denen geschildert wird, dass nach Schweden umgezogen werden und zum eigenen Lebensunterhalt ein Touristikcamp mit Huskyfahrten aufgebaut werden möchte.

Hier grundsätzliche Fragen und weitere Ausführungen auf die Fragen, was zum Aufbau von solch einem Camp benötigt wird:

1. Wenn ein Huskytourencamp für Touristen so lukrativ wäre, wie es sich der Mitteleuropäer vorstellt, warum haben die Einheimischen diese Einnahmequelle auf diesem Marktsegment noch nicht entdeckt?

2. Wenn wer sich wirklich mit einem solchen Vorhaben auseinander gesetzt hätte, dann hätte er über mehrere Jahre hinweg den Markt hier in den einzelnen Regionen beobachtet und schnell festgestellt, dass in den letzten fünf Jahren (2010 bis 2015) von 10 neuen Anbietern alle wieder vom Markt verschwunden sind, weil sie aufgegeben haben.

Stellt Euch folgende Fragen:

° Wer wäre für Euer Vorhaben Euer Kunde,
° wo sind für Euer Vorhaben Eure Kunden?

° Habt Ihr eine gründliche Marktbeobachtung inklusive Statistik über mindestens fünf Jahre durchgeführt?

Denn solche Arbeit erstellt jedes seriöse und erfolgsorientierte Unternehmen! Das nennt sich dann: Businessplan und jede Bank möchte diesen zur Vorlage.

Bitte bedenkt, dass ab einer diversen Anzahl von Hunden grundsätzlich (ob mit oder ohne Selbstständigkeit) eine gesonderte Lizenz von den hiesigen zuständigen Behörden benötigt wird. Sollte wer in Sachen Hunde mit einer Firma selbstständig sein wollen, so
muss diese Lizenz vor Eröffnung der Firma vorliegen, sonst ist die Tätigkeit illegal und wird entsprechende rechtliche Schritte nach sich ziehen.

Nächstes Thema, was ein so genanntes Touristikunternehmen in Schweden betrifft, was so manch einer gedenkt zu eröffnen oder gar schon eröffnet hat und sich damit in einer rechtlich sehr prikären Situation befindet.

Es wird von diversen Touristikanbietern in Schweden, die mit Huskytouren für Kunden werben, innerhalb dieses Segments auf deren Homepages folgendes angeboten:

Jobangebot / Praktikantenstelle frei

Suchen Doghandler -

danach wird die Tätigkeit aufgeführt und im Anschluss kommt folgender Satz:

Kost und Logi frei.

Diejenigen, welche diese Stellenangebote anbieten, möchten doch einen Blick ins Gesetz werfen. Denn das ist und bleibt illegal! Wir befinden uns bei diesem Thema im arbeitsrechtlichen Bereich und da kennen die Behörden keine Gnade!

Es muss ein Arbeitsvertrag nach europäischen Recht dem Angestellten ausgehändigt werden. Es müssen Sozialversicherung, Rentenversicherung usw. vom Arbeitgeber abgeführt werden. Also die üblichen Anmeldungen von Angestellten und die dazu gehörigen Abgaben an die zuständigen Stellen sind unumgänglich!

An dieser Stelle werden sämtliche Arbeitssuchende ausdrücklich gewarnt, sich nicht auf solch unseriösen Stellenangebote einlassen zu wollen. Ihr bekommt keine Lohnzahlung, müsst sämtliche Reisekosten selbst bezahlen, ihr seid weder Kranken- noch Unfall- oder gar Rentenversichert!

Den Touristen wird dringend angeraten, sich von solchen Touristikangeboten - hier speziell so genannte Hundecamps mit Huskyfahrten oder / und Ausbildungsangeboten als Musher - fern zu halten, wenn diese Anbieter auf ihren Firmen-Onlineangeboten keinen Nachweis über ihre Mitgliedschaft innerhalb der zuständigen Touristikbranchenverbände zur Verfügung stellen.

Auch ist es bei diversen Anbietern, die in Schweden so genannte Huskytouren und / oder andere Touristikangebote offerieren üblich, ihre Gäste selbst vom Flugplatz abzuholen oder hinzubringen. Es benötigt aber eine gesonderte Lizenz für solche Transporte. Diese Lizenz sollte für Sie als Tourist nachvollziehbar auf dem entsprechenden Onlineangebot vermerkt sein, bzw. der Anbieter hat Ihnen auf Nachfrage diese Lizenz vorzulegen.

Bitte prüfen Sie als Tourist vor Ihrer Buchung, ob der Anbieter seriös ist und bei dem entsprechenden Touristikverband sein Unternehmen gemeldet hat. Lassen Sie sich gegebenenfalls auch die Lizenz für die jeweilige Hundehaltung zeigen.


malamute
Geht es Dir im Leben zu gut, kaufe dir einen Alaskan Malamute!


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Moisheles Gönnertag


Moisheles Gönnertag

Werte Nichtmitleserschaft!
Vielen Dank, daß Sie auch am heutigen Tage uns lesend folgen möchten.

Kennen Sie die Situation in Ihrem Leben, daß im Laufe der Jahre einmal die Zeit auftaucht, an denen die Psyche a bisserl sich auf der inneren Hängematte breit macht?

In dieser Situation sind gute Freunde ein wahres Lebenselixier!

Die Freunde teilen wir heute einmal a bisserl ein, und zwar in die Fraktion der
Das wird schon wieder - Tröstenden, den schweigend, ratlosen Freunden, und diejenigen mit dem kopfnickenden Schulterklopfern, sowie denjenigen, die brillante Ideen vortragen, wie:

Moishele, nimm dir einen Tag frei, fahre in die Stadt, und gönn' Dir mal was!

Die meisten springen nach solch einem Ratschlag auf, und finden sich in einer Confiserie oder Boutique wieder, um ihre Talerchen unter die Leute zu verteilen.

Nicht so es Moishele!

Nun, gesagt, getan, es Moishele fuhr in die Stadt, und fand sich schlurftend in einen Laden wieder, um sich in seinem Leben einmal etwas _zu gönnen_ - so der von ihm angenommene Rat eines lieben Mitmenschen an ihn, da seine Psyche seit Tagen in der Hängematte schlummert.

Es Moishele nahm sich den Rat in der Tat sehr zu Herzen und nun schlenderte es an Regalen entlang, besah sich die bunten und weniger bunten Verpackungen, welche Duftwässerchen in sich eingeschloßen hielten.

Da kam ihm schon eine Dame im Firmendress und Stechschritt entgegen.

Es Moishele dachte zu sich: Sapperlott, wie sähe sie eigentlich aus, wenn du ihr diese bräunlich-künstliche Gesichtsmaske abnehmen würdest?

Mit zwitschernde Stimme sagte die Verkäuferin zum Moishekunde:
>
Guten Tag, werter Herr! Brummig, da Mann nie zu freundlich einer Verkäuferin begegnen sollte, erwiderte es Moishele knäpplich:
-
Tag
Sie: >
Womit kann ich Ihnen dienen?
Es Moishele konnte sich bei näherer Betrachtung der vor ihm stehenden angestrichenen Maske ein Grinsen nicht verkneifen, das, je mehr er sich zwang nicht zu grinsen, immer breiter wurde. Die Dame vor ihm neigte ihren Kopf leicht zur Seite und lächelte mit dem Moishele um die Wette.

Sehr gut geschultes Personal, wollen wir doch mal schauen, ob es Moishele die vor ihm stehende Maske nicht aus ihrer Fassung drehen könnte, denn wie ward ihm geraten?

_
Moishele, gönn’ dir doch mal was! _

Es Moishele sagte zu der Maske:

-
Ich hätt’ gerne ein After Shave, welches zu meinem Typus paßend

>
Welches nutzten Sie bisher?
-
Och, alles mögliche!
>
Ah, Sie haben sich noch nicht festlegen können?

Dabei war der Gesichtsausdruck der Maske eher verwundert, als grinsend, und sie schien offenbar unter Ungeduld zu leiden, da vor ihr ein Kunde stand, dem sie so richtig das Geld aus der Tasche ziehen zu könnte, oder es rief der Kaffeepott im Personalraum?

Es Moishele drehte sich sehr langsam um die eigene Achse, bis er schließlich wieder der Maske nahe Aug’ um Aug’ gegenüberstand.

-
Nein, bisher nicht, daher bin ich in Ihr Geschäft gekommen, um mich beraten zulassen. Sie beraten doch auch, oder?

>
Selbstverständlich beraten wir! - sang ihre Stimme im höher angelegten Tonleiter.

-
Können Sie das auch?
> Was?
- Beraten!

Wenn Blicke töten könnten : )

>
Würde Ihnen dieser Duft gefallen?

Schon hatte die Maske einen Flacon zwischen ihren rot lackierten Fingernägeln gequetscht, wedelte mit ihm in der Luft umher und verknotete sich die Zunge mit einem französichen Produktnamen.

>
Hier empfehle ich Ihnen Mähr de la Rüüüschsch.

Dabei zog sie dieses
Rüüüschsch eine gefühlte Ewigkeit in die Länge. Es Moisheles linke Augenbrauen schlupfte gen Deckenlampe, räusperte gekonnt künstlich a bisserl vor sich her, bevor er frug:

-
Entschuldigen Sie, möchten Sie denn nicht vorab meinen Typus bestimmen?

Sie stutzte und brachte ein kurzes:
>
Wie bitte?
über ihre rotbeschmierten Lippen.

-
Nun... jeder Mensch ist nach der Typberatungsklausel in eine der vier Typkategorien einzuordnen, möchten Sie das nicht mit mir als Ihren Kunden vorab klären?

Die Maske inhalierte die schon eh schlechte Luft in dem Verkaufsraum tief ein.

>
Oh, ja, das hatte ich völlig vergeßen, verzeihen Sie mir bitte! meinte sie etwas fahrig.

-
Nichts für Ungut, jeder hat einmal einen schlechten Tag.

>
Wüßten Sie denn, welcher Typus Sie sind? - säuselte die ein klein winzig wenig säuerliche Verkaufsmaske zum Moishele hin.

Es Moishele hob den linken Arm in die Höhe, stubste seine Nase in die Achselgegend und erwiderte:

-
Nach der Dusche heute Morgen, denke ich, wäre meine Wenigkeit unter dem _Sauberkeitstypus_ einzustufen.

Die Dame schaute es Moishele an, als ob sie von einem mindestens 40-Tonner getroffen worden wäre, der mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu gerauscht kam. Es Moishele hob nur dezent die eine Augenbraue gen Stirn. Wie schon erwähnt, es Moishele sollte sich etwas gönnen, und das tat er nun auch! Die Szenerie machte ihm diebisch Spaß, und er war fest entschloßen dieses Spiel weiter aufzubauen.

Zug um Zug - für seinen Vorteil selbstverständlich!

Etwas unsicher kam es nun über den rötlichen Lippenstift:

>
Sie sind geboren... ? { eine lange Pause ließ die Raumluft knistern }

-
Wenn man den Papieren Glauben schenken darf, bin ich geboren, jo, oder warum sonst stünde ich Ihnen in voller Lebensgröße gegenüber?

Die Dame wurde zusehenst unsicherer und zupfte mit ihren linken Zeigefinger und Daumen am rechten Mittelfingernagel umher. Sie schaute sich nach allen Seiten um, und hielt mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit Ausschau nach einer Kollegin.

-
Sie brauchen nicht unsicher werden, ich mag nur einen Duft kaufen, denn Sie wären bestimmt für meinen Geldbeutel auf Dauer ein klein wenig zu kostspielig!

Es Moishele schaute ihr dabei sehr tief in die Augen und dachte wiederholt an den Rat, der ihm ans Herz gelegt wurde:

Moishele, du solltest dir einmal was gönnen!

Die Maske sagte mit kaum hörbarer, aber vibrierender Stimme:
>
Mögen Sie lieber das Frühjahr, oder den Herbst?

-
Lieber den Winter! - schleuderte es Moishele der Maske wie aus der Pistole geschoßen entgegen.

>
Dann würde ich Ihnen den neusten Duft von Puhr homm de la Aud Kaschmiiirrrr empfehlen. Ein dezent männlich, herber, nicht zu süßer Duft, und nicht zu kostspielig.

-
Allerwerteste, ich sagte, daß Siedabei betonte es Moishele die Ansprache Sie stark!mir zu kostspielig wären, da ich aber nicht Ihr lebender Ehering werden will, kann ich mir schon Dinge in der höheren Preisklasse leisten, ist doch wohl logisch, oder?

Die Verkäuferin schaute nun es Moishele an, als ob der Blitz sie getroffen hätte, und unter dem Kleister von Make Up, erkannte Mann nun eine leichte Blässe.

>
Ja, dann würde ich Ihnen diesen Duft von Puhr homm de la Scherie Ahwwangaahrd empfehlen, dieser männich-herbe, nicht zu süße Duft wäre genau das Richtige für Sie!

-
Oh, jo - kam's aus dem Brustkorb des Moishele gedonnert! - Also die höhere Preisklasse von dem anderen Produkt, und damit es richtig teuer wird, nur in einer anderen Verpackung, richtig?

> Wieso? - sie schnappte sichtbar nach Luft, ihre Wangen röteten sich unter dem roten Backenkleister noch röter.

-
Weil dieser hier genauso männlich - herb und nicht so süß ist, als der Duft des günstigeren Flacons, den Sie mir vorab gezeigt hatten!

Die Maske schien kurz vorm Kollaps, und ihre Stimme ward nicht mehr so feste. So langsam entgleiste sie endlich aus ihrer Faßung, die Beste.

Wurde auch Zeit!

Es Moishele freute sich diebisch, und legte sein eintausend Dollar Grinsen ins Gesicht.

>
Ähm.... , ja....., also...., stotterte die Verkäuferin vor sich her. > Es gibt von verschiedenen Kreateuren eine Duftnote, die die gleiche Bezeichnungen haben, doch unterschiedlich im Duft sind.

- Ah, nun verstehe ich!

Sie erstrahlte nach den wohlwollenden Worten, das geplagte Maderl : )

>
Ja! Dürfte ich Ihnen den Duft aufsprühen?

Es Moishele tat ihr den Gefallen und kam mit seinem Gesicht ihrem Gesicht gefährlich nahe, sie jedoch wich immer mehr zurück. Es Moishele legte grinsend,{
er mußte nun an den Ratschlaggebenden denken, und an dessen Gesichtsausdruck, wenn er denn diese Szene nun live miterleben würde... } und sehr zartfühlend seinen Arm um den Rücken der Maske, und flüsterte zu ihr:

-
Nicht daß Sie mir noch nach hinten umkippen!

Sie stammelte...., jo, sie hauchte fast schon:
>
Normalerweise sprüht man einen Probeduft auf den Unterarm auf... - dabei schaute sie sehr erwartungsvoll.

{
Nur auf was? } : )

Moishele immer noch die Verkäuferin feste im Arm umschlungen:

-
Warum? Es soll ein Duft für einen Mann sein, und diesen trägt ein Mann, wenn er denn einer ist, im Gesicht nach der Rasur auf, oder liege ich falsch?

Unsere beiden Nasenspitzen sind mittlerweile auf Tuchfühlung. Die Verkäuferin hatte übrigens zwei nette Sommersprösslein unter ihrem rechten Nasenflügel. Leider waren die beiden Kecken zu arg vom Kunstkleister verdeckt.

>
Nein, natürlich sehen Sie das richtig, nur an der Handfessel entwickelt sich die Kopfnote am Besten! - drängte ihre Stimme. Ihr Ellenbogen versuchte sich in die Armbeuge vom Moishele zu drängeln. Moishele , etwas grantiger im Tonfall, jedoch sog es mit seinem Blick die Augäpfel der Dame, welche immer noch in seinem Arm kämpfte, auf, legte seinen Kopf a bisserl auf die Seite, und konterte:

-
Ah, nun verstehe ich! Sie wollen mir einen Duft verkaufen, der für den Kunden beim Kauf besser riecht, als im Alltag, wenn er ihn dort aufträgt, wo er eigentlich hin sollte?

Die Dame, nun mit ihrem Rücken auf Moisheles Arm recht spürbar aufliegend, sah ihn entgeistert an! Ob sie einmal eine Ballettschülerin war? Wenn sie sich nun so weiter nach hinten beugen würd', wär's ein Fall für die Orthopädie!

Es Moishele flüsterte ihr derweilen leise in’s Ohr:
-
Keine Bange! Ich laß' sie nicht fallen.

Danach zog es Moishele mit einem kräftigen Ruck die in seinem Arm innen liegenden Maske kräftig zu sich, damit sie wieder feste auf ihren eigenen Füßen stehen könne, und entließ die Verkäuferin aus seiner Umklammerung. Er drehte sich auf dem Absatz um, schritt leichten Fußes gen Tür, und sagte vernehmbar:

-
Madame, es war mir ein außerordentliches Vergnügen! Aufwiedersehen!

Herr im Himmel, was war das schön, dieses _
sich selbst etwas zu gönnen _ !

Gesegnet sei die Ratschlaggebende!
Dieser städtische Ausflug war mir wirklich ein außerordentliches Vergnügen!

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* * *

Zeilen von Frau I. aus dem Oderkreis an's Moishele:

Lieber Herr Moishele,

ich lese sehr gerne Ihre Beiträge und muss beim lesen immer dabei lachen. Sie schreiben so frisch und plastisch, da meine ich immer, dass ich mit dabei wäre. Und ich hoffe, dass es Ihnen wieder besser geht, nachdem sie ja vom Sofa gefallen sind.

Vielen Dank und Grüsse an Sie.


Sehr geehrte Frau I,

vielen Dank für Ihre Worte, und es freut mich außerordentlich, daß Ihnen dieser Blog Freude bereitet. Mögen Sie die Beiträge weiterhin durch den Alltag tragen, und jo, dem Hirnschaden, welcher vom Sofa stammt, ergeht es prächtig : )

Ihr Moishele


* * *

Werte Nichtmitleserschaft,

heute ergeht an Sie wieder eine Einladung für einen Rundgang in der Galerie.
Mögen's dabei einen Saft? Karotte, Gurke, oder Orange? Wir hätten auch Zitrone, Pampelmuse, oder Traube. Greifen Sie zu, jedoch seien Sie achtsam, nicht das etwas verschüttet wird vom kostbaren Getränk.

Kommen wir zur innerlichen Ruhe, und betrachten uns gemeinsam das folgende Bild.

darkandblue

Es ist eine schwarz-weiss Aufnahme, mit a bisserl bläulicher Farbe an einzelnen Stäben. Etwas Abstraktes, was wir heute betrachten, nicht wahr?

Doch sind hier nicht nur die Nichtfarben schwarz und weiss erkennbar, nein, es sind auch neben dem Blau auch gräuliche Töne im Bild vorhanden. Wie im richtigen Leben:

a bisserl Farbe im Alltag, oftmals erleben wir schwarze Tage, dann strahlt es wieder in unserem Leben, und auch gibt es neben diesem Krassen auch die unscheinbaren Grautöne auf den unsrigen Lebenswegen.

Auf der Abbildung sind sogar sehr strahlende Komponente sichtbar, strahlend wie so manch Stunde der Freude, welche uns zum Lachen bringt.

Die Figur, auf dem Bild geht hervor, daß es sich hier um ein hartes Material handeln müßte, ein... mh... Chrom? Eisen? Es Moishele ist sich nicht voll umfänglich sicher, welches Material hier diese Säule in sich trägt. Auf alle Fälle, werte Nichtmitleserinnen, und Nichtmitleser, haben wir eine Form vor uns, die zum regen Nachdenken auffordert. Geschwungen nach oben, und nach unten, mittig zusammen gehalten ist diese Figur.

Ist es nicht auch oft so in dem unsrigen Leben, daß die Lebenswege von uns sich treffen, dann wieder auseinander gehen?

Wie sehr halten wir uns an Mitmenschen, suchen Orientierung, innerlichen Halt, Anlehnung, Verständnis, und doch ist diese gemeinsame Zeit nur begrenzt. Die Menschen gehen wieder ihres eigenen Weges.

Bleiben wir deshalb einsam, alleine, gar verlassen zurück, oder sind uns Begegnungen eine Bereicherung?

Lassen wir noch unser Augen auf dem Bild, und sinnieren a bisserl weiter!

Ihnen ein Danke für Ihr Interesse, und noch viel Freude beim Bildbetrachten!

PS:
Den Schatten hinter der Skulptur nicht unbeachtet lassen : ))










Stromlos


Stromlos in Anders wo?

Manches auf diesem Planeten ist leider nicht gewollt:

Dieser ∞
Kühlschrank funktioniert ganz ohne Strom
und löst damit ein globales Problem

Wir erinnern uns einmal dezent:

Nicht jeder Mensch hat fliessendes warmes oder kaltes Wasser zur freien Nutzung, wann immer er es möchte. Wer den Filmbeitrag im Thema
Warum? und Was? angesehen hat, konnte einen kleinen Einblick in ein etwas anderes Leben ohne Wasser geniessen.

Was aber tun, wenn der Strom nicht vorhanden sein sollte?

Nicht jeder Mensch auf Erden darf diesen Luxus nutzen. Für dich ist das gelebte Normalität, den Lichtschalter zu betätigen und unbewusst zu wissen, dass die Leuchte erhellt. Der Unterschied zu Dir und denjenigen, die kein Licht als Selbstverständlichkeit kennen, ist, dass diese Betroffenen ohne Elektrizität wesentlich besser auskommen, als Du.

Problem: Stromlos.
Lösung: wir greifen zu alternativen Mittelchen - logisch!

puffer
Vorbereitungen für Kartoffelpuffer ohne elektrische Küchenmaschine.


Da wäre die Kerze. Neben der Kerze bitte die Streichhölzer nicht vergessen hin zu legen. Streichhölzer deshalb, da Feuerzeuge die Eigenschaft haben ihr Inneres nach und nach an die Umwelt abzugeben. Dann wäre im Falle eines Falles Essigwasser mit romantischen Kerzenlicht.

Aus dem Camping- und Bootsbedarf kennen wir so genannte Touchlichter. Das sind Leuchten, die auf Fingerdruck aktiviert oder deaktiviert werden können. Sie können auf dem Tisch liegen, an der Wand festgeschraubt sein oder auch an der Decke. Wir legen diesen Lichtspender auf den Tisch, weil über das Jahr Elektrizität vorhanden ist. Soll nur als Notbeleuchtung dienen.
Bei dieser Art von Lichtspender bitte regelmässig die Batterien prüfen, denn sie könnten auslaufen.

Dann wäre im Falle eines Falles Essigwasser mit:
es werde Licht.


Eine Taschenlampe geht auch, diese sollte regelmässig auf funktionstüchtige Batterien geprüft werden und wenn bedacht wird, dass eine Wohnung nicht nur aus einem Raum besteht, bräuchten wir einige tragbare Lämpchen.

Ausserdem ist das recht unpraktisch die Lampe stets in der Hand tragen zu müssen. Durch ihre Bauweise kullern Taschenlampen auch gerne mal von einer Ablage und wehe dir geht dabei das Birnchen kaputt.

Ihr erratet was jetzt kommt? Richtig!
Wenn das Leuchtmittel in der Taschenlampe defekt wäre,

dann wäre im Falle eines Falles Essigwasser mit:
es werde Licht.


Kerze, Taschenlampe, Tupflicht wären ein Muss in einer Stromlosen Zeit, wenn zumindest eine kleine Lichtquelle vorhanden sein sollte. Natürlich, es gibt auch Stirnlampen, doch wer möchte schon mit einem Stirnband, an dem eine Taschenlampe klemmt, im Haus herum laufen? Ausserdem sollte das auch geübt werden, denn bei jeder Kopfdrehung leuchtet das Licht auch in diese Richtung. Nicht zu vergessen ist das Eigengewicht solcher Lampen und wer mit dem Halswirbel oder Migräne Schwierigkeiten hat, wäre diese Alternative ungeeignet.

Ohne Mampf keinen Kampf!
Wir haben noch einen Stromfresser, der nicht zu verachten ist: den Elektroherd.

Wie der Name schon sagt, funktioniert diese Art von Futterzubereitungsquelle nur mit elektrischer Energie. Glücklich derjenige, der einen Gasherd sein Eigen nennen kann.

Als Ersatz für einen E-Herd gibt es auch wieder im Camping- oder Outdoorbedarf eine Alternative. Zugegeben, damit kann niemand ein fünf Gänge Menue auf den Tisch bringen, doch für eine warme Suppe und den Kaffee oder Tee reicht es alle Male.

Die Alternative heisst Outdoorkocher.

Das sind kleine Kocher für den Outdoorbereich und werden meist von Rucksacktouristen oder Tourenbiker verwendet. Diese Kocher sind teilweise und je nach Modell zusammen klappbar. Bei manchem kann sogar ein vier Liter Topf darauf gestellt werden, und diese Campingkocher werden mit so genannten Kartuschen betrieben. Das sind kleine Behälter, die angezündet werden, unter den Topf gestellt werden und somit die eigentliche Wärmequelle sind.

Natürlich gibt es solche Outdoorkocher auch in den höheren Preisklassen und sind entsprechend wesentlich grösser wenn sie aufgebaut sind.

Auch bei den Kartuschen für die Kocher gilt:
Über das Jahr hinweg eine Kontrolle bei ihnen durchführen.

zwiebel
Die Zwiebel wird mit Hilfe von Muskeln zerkleinert.
Es gilt: kurbeln, kurbeln, kurbeln damit in der
mechanischen Küchenmaschine die Zwiebel
zerkleinert werden kann. Wer es noch kann, der
nehme schlicht ein Messer und schneide kleine Würfelchen : )


Haltet immer ein paar Dosen Suppen oder Ravioli, oder was ihr sonst gerne esst, bereit. Teetrinker sollten Teebeutel und Kaffeetrinker löslichen Kaffee in der Schublade liegen haben. Eine Wärmeflasche wäre auch nichts Verkehrtes, denn die meisten Heizungen sind elektrisch betrieben. Auch wenn nur das Thermostat am Heizkörper aufgedreht werden muss, damit der Popo es warm haben kann im Winter - das Heizungssystem braucht eine Pumpe und sie wiederum wird mit elektrischen Strom gespeist!

Wer ein eigenes Haus hat, sollte über ein Notstromaggregat nachdenken.

Denkt bitte auch daran, wenn der Strom wieder vorhanden ist, die Kühltruhe zu kontrollieren und lasst bitte die Türe von der Truhe geschlossen, wenn der Strom nicht vorhanden ist! Denn die entwichene Kälte kommt nicht mehr zurück und da niemand weiss, wie lange der Strom weg ist, könnte es sein, dass der tiefgefrorene Fisch vom Auftauen davon geschwommen ist.

In Anders wo? geht das Ganze natürlich ein klein wenig anders an.

In
Anders wo? hast du entweder nur Stundenweise am Tag und/oder in der Nacht Strom oder gar keinen. Ohne Strom leben, bedeutet hier bei uns, da ist er viele Stunden nicht vorhanden, der Strom ist streckenweise sehr viele Tage nicht da!

Wie ist das Leben ohne Strom in Anders wo?

Wenn die Elektrizität nicht vorhanden ist, klemmst du dir ein paar Holzscheide unter den Arm, gehst vor die Tür und machst Feuer. Auf die Feuerstelle legst du einen Grillrost und bereitest dein Essen zu. Oder du hast einen Grill, den du bei dir auf dem (Garten-) Gelände benutzen kannst.

Heiter wird das Ganze im dicksten Winter bei minus 20 Grad abwärts und wenn es dann noch stürmt... hast du keine gute Karten mit dem Anfeuern.
Doch auch das funktioniert! Nur Geduld.

Dein Haus sollte alt sein, was du in
Anders wo? kaufen willst. Sehr alt sollte das Haus sein! Denn in den meisten uralten Häusern gibt es noch etwas, was in der Modernen in Vergessenheit geraten ist:

Der Küchenherd, der mit Holz beheizt wird.

Gusseisern, die Aussenfront in Emaille gehalten, mit oder ohne Backröhre, mit oder ohne Wasserspeicher, ab 100 Kilogramm aufwärts liegt das Eigengewicht.

Leute! Das müsst Ihr Euch im Winter vorstellen. Stromausfall und dann heizt du mit deinem Küchenherd aus dem vorigen Jahrtausend an.

Wenn dann noch die Kerze auf dem Tisch brennt, du dein Essen auf den Teller servieren kannst, draussen der Wind tobt, die Schneeflocken sich am Fenster festkrallen und rein schauen in die warme Stube, die Bäume ihre Äste krachend weg werfen, herrlich!

Das ist ein Genuss! Das ist ein Feeling!

Solche Situationen katapultieren dich in Echtzeit ins Mittelalter. Ausserdem, sofern du clever bist und dein Schlafzimmer direkt neben die Küche eingerichtet hast, ist es unter der Bettdecke kuschelig warm.

Denn der Küchenofen heizt!

Bedenke: Je länger der Strom ausgefallen ist, desto mehr kühlt Dein Haus ab!

Wenn du direkt von der Modernen, aus deinem behaglichen Bürostuhl nach
Anders wo? umziehst und mit solchen Situationen konfrontiert wirst, dich nie darum gekümmert hast, nie entsprechende Vorbereitungen für den Fall aller Fälle getroffen hast...

da kommt Freude auf!

staubsauger
Stromloses staubsaugen gefällig? Kein Problem!
Wir "leiffen" -
Firma Leiffheit hat einen mechanischen Rollsauger im Angebot


Bevor Ihr Euch ins eiskalte Wasser in Anders wo? begebt, tut Euch selbst einen Gefallen:

Benutzt bei Euch für eine Woche den Strom nicht. Keinen Lichtschalter, keinen Elektroherd, keinen Staubsauger usw. Erlebt einmal in einer Art Trockenübung dieser Situation und stellt fest, wie Ihr damit umgehen werdet.

presse
Vitamine braucht der Mensch!
Eine Saftpresse ohne elektrischen Antrieb.


Zwei wirklich gute Dokumentationen, die sehr viel Informationen wegen Stromausfall beinhalten:

∞ 
Blackout - Deutschland ohne Strom -

WDR - Doku am Freitag -
∞ 
Eingeschneit: Schneechaos im Münsterland


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* * *

Herr U. aus G.P. fragt an:

Ich bin 72 Jahre alt und Rentner und bin mit meiner Frau im Sommer immer nach Schweden in Urlaub gefahren. Nun ist sie kürzlich verstorben und ich kann endlich ganz auswandern. Ich bin finanziell unabhängig und bekomme eine gute Rente. Daran soll es also nicht liegen. Ich suche nun für mich ein kleines Haus mit Garten das abgelegen ist und könnten Sie mir dabei helfen?

Herr U.!

Erst einmal Danke für Ihr Vertrauen. Sie sind mit Ihrer Frau in den Sommermonaten hier gewesen und haben nie einen Frühling oder Herbst mit den Stürmen oder den schneereichen Winter hier oben miterlebt.

Denken Sie wirklich, dass Sie noch so fit sind, ein paar Monate lang die Schneeschaufel zu schwingen? Lockerer Pulverschnee zu schieben ist schon toll, doch was ist, wenn das weisse Gold nass und somit schwer ist? Ja gut, es gibt Schneefräsen, doch diese Maschinen müssen gewartet werden, sie müssen auch geschoben werden, sonst kommen Sie nicht an den Schnee heran, der Ihren Weg befreien soll.

Dann ist es auch so eine Sache mit dem abgelegenen Haus. Es ist super ohne Strassenverkehr leben zu können, doch was ist, wenn Sie krank sind, wenn Sie einen Herzinfarkt hätten? Da schaufeln Sie weder Schnee, noch kann ein Hubschrauber mit Notarzt an Board zu Ihnen kommen! Der Nachbar ist auch nicht vorhanden, der nach Ihnen schauen könnte. Was dann?

Bitte nicht falsch verstehen: ich traue Ihnen das Alleinesein, das alleine leben können, zu! Doch das Risiko in Ihrem Alter so ganz ohne Zivilisation und dann noch den Sprung wagen den Winter mitzuerleben, den Sie bisher hier nicht kennen?

Wissen Sie was?
Ich rate Ihnen etwas, was sehr unkonventionell ist:

Suchen Sie sich doch ein ∞
Ferienhaus und sprechen Sie mit dem Vermieter für ein kleines Geld dort einmal ein Jahr lang "Probewohnen" zu dürfen. Behalten Sie Ihre Wohnung in Deutschland und wenn Sie nach diesem Probejahr wirklich Ihre Zelte in Ihrer Heimat komplett abbrechen möchten, dann können Sie das immer noch tun. Wenn Sie dieses Probejahr erlebt haben, mit den Überweisungen der Rentenzahlungen, mit dem Aufbau von sozialen Kontakten hier, mit dem Wissen, wie Sie persönlich auf jede Jahreszeit hier innerlich reagieren, dann...

dann können Sie ganz beruhigt in aller Ruhe eine Entscheidung treffen.

Sie brauchen wen, der nach Ihnen schaut in Ihrem Alter, Sie werden wen brauchen, der Ihnen hin und wieder den Weg frei schaufelt, weil Sie sich an manchen Tagen nicht so fühlen und bitte: Sie werden genauso wenig jünger wie ich. Es sollte schon wer da sein, der Ihnen von der Einkaufsfahrt Lebensmittel mitbringt, weil Sie sich nicht trauen alleine in die weit entlegene Stadt zu fahren, denn mit zunehmenden Alter wird der Mensch auch ängstlicher. Wir sind aus dem Alter raus, wo wir noch Unsinn machen und wenn wir heute zurück blicken, dann können wir doch sagen: Meine Güte! Was wir so alles getrieben hatten und das das alles "gut" ging.

Sie schrieben auch, dass Ihre Frau "kürzlich" erst verstorben ist.

Ja, ich kann verstehen, dass Sie nach einem Neubeginn in Ihrem Leben suchen, doch bitte erst dann, wenn Ihre persönliche Trauerphase endgültig abgeschlossen ist. Denn in Ihrer Heimat haben Sie einen Freundes- und Bekanntenkreis, Sie sprechen diese Sprache, Ihr versteht Euch untereinander und innerhalb dieses Kreises können Sie das aussprechen, was in Ihnen noch verborgen ist und Ihnen "weh" macht. Hier wird das nicht sein. Hier würde Sie niemand verstehen und wenn Sie dann noch "abgelegen" wohnen würden, mit wem könnten sie Ihre Tränen teilen?

Herr U.!? Was würde denn Ihre Frau zu Ihrem Gedanken sagen?

Wollte sie, dass Sie ganz alleine in einem abgelegenen Haus leben? Wollte sie, dass Sie ganz ohne Sozialkontakte leben müssten? Würde sie nicht wollen, dass wer an Ihrer Seite wäre, der Ihnen das eine oder andere hier zeigt, Ihnen Unterstützung zu kommen lassen würde. Sie Einheimischen vorstellt, Sie in die vorhandene soziale Gemeinschaft einbringt? Damit das Leben ein wenig "leichter" sein kann?!

Noch ein Gedanke:

Prüfen Sie vorab, ob auf Ihren Rentenzahlungen keine Doppelbesteuerung lastet.

Bitte, bitte überdenken Sie noch einmal diesen Gedanken und ob das Vorhaben wirklich so umgesetzt werden soll oder ob es nicht doch Alternativen für Sie gäbe.


Besorgte
z569d16bf48ee3






Alarm im Lazarett II.



Alarm im Lazarett II.

Ein Feldlazarett ist auf die Weise aufgebaut, wie es Zivilisten als Krankenhaus von zu Hause aus kennen. Hervorragendes Equipment zu lebenserhaltenden Massnahmen sind genauso vorzufinden, wie das Wissen und Können des Personals.

Von Schockräumen, Intensivstationen, Behandlungsräumen, Operationssäle, bis hin zu Labors und sogar Apotheken ist alles vorhanden.

Der Unterschied eines Feldlazarett zu einem zivilen Krankenhaus ist nur, dass die Verletzten so schnell wie möglich nach ihrer Versorgung in ihre Heimat ausgeflogen werden müssen, damit wieder Platz geschaffen werden kann. Jeder, der transportfähig ist, muss die Klinik verlassen, denn im Krieg kann es sehr schnell zu Platzmangel kommen.

Schnelligkeit und Präzision wird bei den gesamten Abläufen vom Personal verlangt und das rund um die Uhr, auch unabhängig von ihren persönlichen Befindlichkeiten.

Auch werden Zivilisten im Lazarett vor Ort behandelt.

Mit der Einschränkung:
Zivilisten können nur behandelt werden, sofern im Lazarett ausreichend Kapazitäten vorhanden sind und freies Personal zur Verfügung stehen kann. Dieser Akt ist eine Randerscheinung in einem Krieg und im Grunde eine Makulatur.

Vielleicht beruhigt sie das Gewissen der Befehlshaber.

Tatsache ist, dass in den Kliniken des jeweiligen Einsatzlandes es nicht diesen "hervorragenden" Standard gibt, wie ihn die westlichen Länder kennen. Ein weiterer Gedanke ist - und darüber denkt so manch Soldat auch nach - , dass ein Lazarett wieder abgebaut wird - aber die Bevölkerung zurück bleibt!

Das Personal eines Feldlazarettes ist im Grunde in mehrere Kategorien eingeteilt:

Einmal der
direkte Dienst im Lazarett oder als so genannte bewegliche Arzttruppe. Das ist die Begleitung von Truppen an deren Einsatzort.

Es gibt keinen geregelten acht Stunden Tag, sondern die Schichten sind meist in 24 Stunden Schichten - und bei Bedarf weit darüber - gelistet. Hinzu kommen noch die Personalstämme in den Transporthubschraubern. Trans Alls fliegen die jeweiligen Verwundeten nach Hause in ihr Heimatland.

Die Piloten am Einsatzort und deren medizinisches Personal sind extremen Bedingungen ausgesetzt. Sie müssen nicht nur mit ihren Maschinen im umkämpften Gebieten landen und ihre Kollegen retten, auch sind Lande- und Abflüge in solchen Gebieten nicht ganz ohne Risiken. Die Rotoren müssen bei einer Evakuierung in der entsprechenden Landezone durchlaufen.

Die Helikopter werden im Tiefflug geflogen und bei einer Flughöhe zwischen 9 bis 15 Metern braucht es Piloten, die ein absolutes Höchstmass an fliegerischen Geschick mitbringen.

Denn wehe, es stünde dem Helikopter eine Baumspitze im Weg!
Diese Tätigkeit ist und bleibt eine enorme Belastung für die Piloten.


Für alle - egal welches Landesabzeichen auf ihren Uniform zu sehen ist - gilt eines:

Wenn du einen von deinen eigenen Kollegen hier ins Lazarett rein bringen oder gar behandeln musst, geht das nie spurlos an dir vorbei!

tochterbild
Einmal kam Doc Mozart auf Urlaub nach Hause.
Seine Tochter hatte ihrem stillen Protest wegen seiner
monatelanger Abwesenheit auf ihre Weise Luft gemacht.

Nach Stunden der quälenden Ruhe kamen endlich die ersten Hubschrauber ins Quartier herein. Die Helikopterkufen berührten den sandigen Boden und hüllten alles in ihrer Nähe in einen künstlichen Sandsturm ein.

* * *

Zusendung von Herrn U. aus Köln:

° An den Soldaten, der da diese Geschichte schreibt:

Sag mal, wenn ich das richtig lese dann bist du nicht ganz unerfahren. Wie sieht das eigentlich dort unten aus? Wie schätzt du die Lage ein? Wird es mal endlich Frieden geben? Die A_mis wollten ja raus haben aber dann wieder verlängert. Die Gründe werden wir bestimmt nicht erfahren.

Antwort:

Wie sieht das eigentlich dort unten aus?

Grosse Landesteile sandig.
Ansonsten bei Gewässernähe: fruchtbare Böden.
Landwirtschaft möglich.

Vorhandensein von 4 Jahreszeiten.
Inklusive Schnee. Wintersport möglich.

Wie schätzt du die Lage ein?

Welche?

Wird es mal endlich Frieden geben?

Ja. Siehe Offenbarung in Bibel.

° Zusendung von Familie T. aus Ffm:

Wir haben den Blog und deine Geschichte hier zufällig entdeckt und dann haben wir das unserem Sohn erzählt, dass wir hier lesen. Er war auch in A. bei M a Sh. (Anmerkung: aus Sicherheits- und Datenschutzgründen wurden die genauen Angaben von uns gekürzt). Einiges kam uns von seinen wenigen Erzählungen bekannt vor und wir freuen uns, dass einer das mal aufschreibt. Man bekommst ja nichts genaues von ihm erzählt. Er hat sich verändert als er wieder heim kam und er lässt niemanden an sich ran. Seine Ehe ist mittlerweile auch kaputt. Durch deine Geschichten können wir zumindest einmal ein wenig reinschauen, was da gelaufen ist. Wir wünschen dir viel Kraft beim schreiben und danke für deinen Mut.

Antwort:

Danke.

Grundsatz:
Lernen von Naturvölker!
Nach Einsätzen grundsätzlich nie direkt nach Hause.

Sondern:
Einige Wochen in Einsamkeit verweilen.
Zur innerlichen Aufarbeitung.

Einladung an Sohn +
ExKollegen. Herkommen.

Fischen. Jagen. Ausruhen.
Spazieren. Reden. Biken etc.

Befreiung von Kopf und Herzenslasten.

Gruss


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Warum? und Was?



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Warum? und Was? in
Anders wo?


Die Frage ist wohl
warum möchte ich von meinem jetzigen Wohnort nach Anders wo? hinziehen.

Warum ist ein Fragewort und sucht am Ende eine Antwort.

Wenn wer mit Familie umziehen möchte, so sollte unabhängig voneinander jedes Familienmitglied seine Gründe für den Umzug aufschreiben und in einer Runde sollten die Argumente gemeinsam diskutiert werden. Auch ein Jugendlicher legt so manches Argument auf den Tisch, also liebe Eltern, entscheidet nicht über den Kopf Eurer Kinder hinweg, sondern bezieht sie in den Vorbereitungsprozess mit ein.

Gerade die Erwachsenen möchten sich noch eine zweite Frage stellen:

Was kann ich dem Land, der Region, in die ich hinziehen möchte, zurück geben? Denn schliesslich erhalte ich zumindest einmal ein Dach über den Kopf.

Was ist auch ein Fragewort und sucht nach Argumenten, nach der Tiefe, nach etwas Greifbarem.

Bleiben wir auf der Erwachsenenebene.

Warum möchte ich von meinem jetzigen Wohnort nach Anders wo? hinziehen und

Was kann ich Anders wo? zurück geben, weil es mich "aufgenommen" hat?

Die Antworten nicht nur denken, sondern sich wirklich die Mühe machen und diese aufschreiben. Jedes Mal, wenn Euch ein neues Argument einfällt zu dem Zettel hingehen und dieses aufschreiben. Nach ungefähr drei bis sechs Monaten,
lasst Euch also ausreichend Zeit für diese Aufgabe, sich mit dem Partnerpart zusammen setzen (wenn Ihr als Partnerschaft umziehen möchtet, ansonsten stellt sich dieser Punkt nicht) und die gemeinsamen Punkte beider Frage zusammen legen.

Die Antworten, welche übrig bleiben, darüber solltet Ihr unbedingt
reden.

So werden Missverständnisse im Vorfeld aufgehoben und innerliche, unausgesprochene Wünsche und Vorstellungen hauen Euch nicht in
Anders wo? am Tag X um die Ohren.

Ihr vermeidet somit im Vorfeld Konflikte innerhalb Eurer Partnerschaft!

Wenn das alles "durch" ist, so stellt Euch
gemeinsam die Frage, ob das, also Eure Vorstellungen, Eure Wünsche, Eure Ziele usw. kompatibel sind mit Anders wo?

winterwonderlandI.
Schneehäubchen


Sophie machte mit ihren Eltern Urlaub in einem sehr schneereichen Land. Sie sah als Kind den Vater Schnee schieben, doch als sie selbst in
Anders wo? lebte, kam ihr Tag der Tage!

Sie stand vor der Haustür und die Sonne knallte das erste Mal so richtig vom Himmel. Der stahlblaue Himmel lachte und sie sah Tropfen vom Dach herunter fallen.

Jetzt wird es endlich Frühling. - dachte sie noch bei sich und dann krachte es fürchterlich und sie war eine Schneefrau.

Leider mit Kopfschmerzen.
Vom Dach löste sich nämlich eine Schneelawine und begrub sie unter sich.

Das sind solche Alltäglichkeiten, an die nicht gedacht werden, wenn auch irgendwann einmal im Leben eine Erfahrung ähnlicher Natur gemacht wurde. Doch ein Kind, wenn es das schon einmal sah, denkt nicht alle Details durch.

Sophies Mann bedauerte sie nach dem Vorfall liebevoll und versuchte den herunter gefallenen Schnee zu beseitigen.

Doch dieser war bretthart!

Die Konsistenz des Schnees, die Fallhöhe und die Fallgeschwindigkeit liessen den herunter gefallenen Schnee wie Beton erscheinen.

Wir lernen aus dieser winzigen Kleinigkeit, dass wenn eine Beziehung in
Anders wo? intakt ist, alles drum herum, was auf einen zukommt und auch Diverses aus Mangel an Erfahrung geschieht, bewältigt werden kann. Doch das Fundament zwischen den Familienmitgliedern muss gefestigt sein. Du kannst nicht auf Sand ein Haus bauen, sondern es muss einen festen Untergrund haben, am besten einen Grund aus Stein.

Nur dann können Stürme kommen - denn dein Haus wird Stand halten.

Jedes einzelne Familienmitglied braucht irgendwann einmal in seinem neuen zu Hause Unterstützung vom anderen. Das setzt immenses Vertrauen zu sich und den anderen Partnerpart voraus. Es braucht für jedes einzelne Familienmitglied unendlich viel Geduld, wenn es denn einmal Stütze brauchen sollte.

In
Anders wo? habt Ihr völlig andere Begebenheiten, das kann sich zu einem innerlichen Chaos aufbauen, das irgendwann einmal platzt. Das ist wie der berühmte Tropfen in den Eimern, der dann ein Überlaufen hervorrufen kann.

Auch sei der Hinweis hier erlaubt, dass kein Partnerpart nur wegen dem anderen Partnerpart nach
Anders wo? umziehen sollte. Sondern jeder ist ein eigenständiger Mensch, der selbst diese Entscheidung mitzutragen hat.

Seine eigene Entscheidung tragen können!
Nicht die des anderen.


Im folgenden Film sind Szenen, die das Geschriebene sehr gut aufdecken. Bitte bedenkt dabei, vieles im Film ist gestellt und die Menschen dort erhalten alleine durch das Filmteam sehr viel externe Unterstützung. Das wird bei Euch, wenn Ihr in Anders wo? leben wollt, unter Umständen nicht so zufliegen!

Das Café am Baikalsee - Ausgerechnet Sibirien
Dokumentation

Vier junge Deutsche gehen Mitte Februar 2014 für einen Monat nach Sibirien, um am Ufer des Baikalsees ein kleines Café zu eröffnen. Zwar beginnt langsam der Frühling im Herzen Sibiriens - doch noch ist der See zugefroren, und die Temperaturen fallen immer wieder unter minus 30 Grad.

Unter diesen widrigen Bedingungen müssen die vier ein Café aufbauen. Ein kleines Holzhaus ist da. Das hat ein einheimischer Russe gebaut, der auf der Insel Olchon Reisende bewirten möchte. Doch alles andere muss erst noch beschafft werden. Die Auswahl an Lebensmitteln ist sehr begrenzt - und natürlich haben die Leute im Dorf einen ganz eigenen Geschmack.

Die vier Deutschen bringen einiges an Erfahrung mit: Hans (26) und sein Cousin Gregor (28) arbeiten seit Jahren im Restaurant der Familie, das sie schon bald gemeinsam übernehmen möchten. Hans' Freundin Lina (24) hilft oft im Restaurant aus, und Gregors Studienfreund von der Hotelfachschule, Sergej (25), hat russische Wurzeln. Er hofft, dass er noch genug Russisch spricht, um das Viererteam am Baikal durchzubringen. Sibirien ist eine große Herausforderung für sie alle. Hier müssen sie zum ersten Mal beweisen, ob sie selbst ein Restaurant führen könnten. Denn dieser Traum verbindet sie alle.

Das ZDF hat die vier jungen Deutschen nach einem intensiven Casting für dieses Abenteuer ausgewählt. Rund 200 junge Gastronomen aus ganz Deutschland hatten sich um diese außergewöhnliche Erfahrung beworben.

Das Abenteuer beginnt. Die vier jungen Deutschen erreichen die Insel Olchon - die eingeschlossen ist von meterdickem Eis. Zu dieser Jahreszeit fahren die Einheimischen mit ihren Autos einfach quer über den See. Es ist die einzige Möglichkeit, den Ort Huschir auf der Insel zu erreichen. Dort gilt es erst einmal, das neu gebaute Café fit für die Eröffnung zu machen. Dabei müssen die jungen Gastronomen mit dem arbeiten, was in einem kleinen, sibirischen Dorf so vorhanden ist. Improvisationskunst ist gefragt. Schon nach wenigen Tagen soll das kleine Café eröffnen - mit kalten und warmen Spezialitäten. Ob sie den Geschmack der Russen treffen?

Und dann ist da noch das große "Abenteuer Sibirien", das sie alle fasziniert. Erstmals erleben die vier die unendliche Weite des Landes und die eisige Schönheit des Baikalsees.




* * *


Familie K. aus Halle fragt mich:

Das sind endlich einmal Infos, die ich nirgends woanders finden kann. Danke für deine Arbeit dazu. Ich hätte da eine Frage: Ich und meine Frau und unser 6 jähriger Sohn würden gerne zu euch hoch kommen und uns eine Existenz aufbauen. Wir haben schon darüber zusammen gemailt. Aber mir ist da noch eine Frage gekommen:

Brauchen wir Papiere zum arbeiten und wo bekommen wir die her? Ich habe auch gelesen, dass Spikes erlaubt sind. Soll ich die hier kaufen oder oben?

Grüsse

Erst einmal Danke für das Kompliment, dass ich hier Informationen verschenke, die in keinem Buch zu finden sind. Mir ist es persönlich ein Anliegen, denn "Schiffbruch" haben schon viele erlitten, wenn sie in ein anderes Land umziehen.

Noch leben wir innerhalb der Europäischen Union und ihr solltet Euch an das Arbeitsamt von Eurem Wohnort wenden und auch ans Migrationsverket. Dort erhaltet Ihr die nötigen Informationen. Ansonsten gilt: Wenn Ihr einen Arbeitgeber finden solltet, erhaltet Ihr einen gültigen Arbeitsvertrag. Achtet darauf, dass der Vertrag - genau wie in Deutschland auch -, nach EU-Regelungen ausformuliert ist.

Die Sache mit dem Auto: Ihr wisst, dass Euer Auto hier eine so genannte Vollabnahme braucht? Obwohl Rindviecher europaweit eine Ohrenmarke brauchen, die sogar EU-einheitlich aussieht, ist in der Automobilbranche kein einheitliches Gesetz vorgeschrieben. Das bedeutet, dass als Beispiel ein Wohnmobil hier völlig andere Voraussetzungen für eine Zulassung braucht, als ein WoMo in Deutschland. Das beginnt bei der Gasabnahme und endet bei der Beleuchtung. Zieht her, fahrt wieder runter und verkauft Euer Auto. Mit dem Geld kauft Euch hier ein schon Zugelassenes. Dieser Akt vereinfacht irre viel!

Denn es geht nicht nur um die Spikes, sondern auch um den Motorwärmer : ) und die Zusatzleuchten, die Ihr in der dunklen Jahreszeit braucht. Da sind die Anschlüsse auch separat vorgeschrieben.

Also "nicht alles ist anders" - hier - , aber ein grosser Teil schon.

Wir bleiben weiter in Verbindung und Euch gutes Kartonpacken.

Auf Euch wartende
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Aufgeben? Niemals!



Aufgeben? Niemals!

Schaue dich einmal bei Dir in der nahen Umgebung genau um. Schule mit dieser Übung Dein Auge und Deine Wahrnehmung. Bleibe stehen, betrachte und Du wirst Details finden, an denen Du Jahre lang vorbei gegangen bist.

Du kannst als Beispiel mit Deiner Küche beginnen.

Die Kacheln an der Wand über der Arbeitsfläche, wie sehen sie aus, wie fühlen sie sich an unterschiedlichen Tageszeiten oder auch Jahreszeiten an? Fühle mit Deinen Händen die Tapeten und setze Dich auf einen Stuhl und betrachte die Küchenwand. Die Wand sieht bei Sonnenschein völlig anders aus, als wenn draussen Nebel die Welt einhüllt.

Sehe hin und fühle. Erlebe!

Wenn Du diese Expetition eine Woche lang in deiner eigenen Wohnung getan hast, dann taste Dich an den nächsten Schritt vor:

Die Welt vor Deiner Haustür.

Irgendwann wirst Du feststellen, dass das, was du die letzten Tage bewusst und gezielt wahrgenommen hast, für Dich im Laufe der Zeit Normalität wurde. Es ist für Dich ringsherum alles selbstverständlich geworden.

Die Wand, die Kacheln an ihr, das Muster der Tapeten, Dein Stuhl, Dein Tisch, also alle Deine Möbel, Dein Geschirr, Deine Bekleidung, die Gerüche in Deiner Umgebung, usw. Alles das zusammen genommen und Deine persönlichen Gewohnheiten im Alltag, das bist Du. Du als Person.

Jetzt frage Dich, ob Du in die Umgebung von
Anders wo?, also dorthin, wohin Du umziehen möchtest, "passen" würdest?

Bitte nicht gleich beim Denken den Satz formulieren:
Ich kann mich doch anpassen!
Vorsicht bitte.

Niemand streitet das ab, doch hast Du schon einmal daran gedacht, dass Dein Bekleidungscode, Dein Verhaltenscode, Deine Mimik, Deine Gestik, ja schon alleine Deine Sprachmelodie, die ganz anders ist, als die Melodie in
Anders wo? nicht mit der neuen Umgebung kompatibel sein könnte? Dann kannst Du Dich noch so anstrengen, Du wirst Dich nicht integrieren können, denn zur Anpassung, zur Integration gehören grundsätzlich beide Parteien.

Die eine Partei, die alles ablegen wird, was sie bis zum Umzug kennt und sich selbst ausmacht. Dazu gehört nicht nur das oben Erwähnte, sondern auch die eigene Identität so aufgeben, dass eine totale Verschmelzung in die neue Umgebung gewährleistet sein wird.

Die andere Partei sind die Einheimischen, diejenigen, die Dir erklären, welche Codes sie leben. Sei es die oben erwähnten und hinzu kommen auch religiöse, ethische, moralische Codes usw.

Nehmen wir an, Dir wären Kacheln, um beim Beispiel zu bleiben, sehr wichtig. Ohne Kacheln könntest Du Dir nie und nimmer eine Küche vorstellen. In Skandinavien als Beispiel gelten Kacheln am Boden und/oder an der Wand als Luxus und wird entsprechend hoch versteuert. Also sind Kacheln hier keine Normalität, werden nie zur Gewohnheit an der Wand oder auf dem Boden. So wie Du es aus Deiner Heimat her kennst.

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Nach was sehnst Du Dich?


Nehmen wir noch ein Beispiel, damit Du verstehen kannst, was mit diesem Beitrag ausgesagt werden soll:

In Deiner Küche hast Du ein Waschbecken und das wiederum hat eine Mischbatterie aus der warmes, wie kaltes Wasser fliesst. Du bist die Fliessgeschwindigkeit gewöhnt, also wie schnell das Wasser aus der Leitung kommt und für Dich ist es Normalität, dass es so ist, wie es ist. Würdest Du in
Anders wo? eine sehr langsame Fliessgeschwindigkeit der Mischbatterie haben, wärst Du in der Situation Dich umzugewöhnen.

Denke nun bitte nicht, das wäre das geringste Problem, denn denke einmal den Prozess durch. Erhälst Du wie jetzt gewohnt entgegengesetzt anstatt schnell Wasser, sondern der Fluss wäre extrem langsam für Deinen Arbeitsprozess, würdest Du auf alle Fälle mehr Zeit investieren müssen.

Alleine Dein Level namens Geduld würde unter Umständen sehr schnell auf die Probe gestellt werden, da Du es bisher gewohnt warst, schnell weiter arbeiten zu können. Es könnte sein, dass Dich die Langsamkeit der Wasserfliessgeschwindigkeit innerlich unruhig werden lassen und somit langfristig unzufrieden machen könnte.

Wenn Du nach Anders wo? gehen möchtest, so sei Dir dringend angeraten, Dich selbst bis ins kleinste Detail zu kennen!

Sonst siehst Du irgendwann einmal in den Spiegel Deiner unendlichen tiefen Innenwelten und das kann zu einem Schock führen. Der wiederum kann eine Depression in Dir auslösen und in einem Land, dessen Sprache Du nicht sprichst, die Sprachcodes nicht kennst, wird das nicht einfach werden.

Du kannst einen Versuch starten:

Lebe eine Woche lang ohne warmes Wasser. Stelle Dir vor, es gäbe in
Anders wo? nur kaltes Wasser wie in so vielen anderen Ländern auf dieser Erde. Denn warmes Wasser aus der Leitung ist keine Selbstverständlichkeit. Genauso sind weite Regionen auf dieser Erde dunkel, da kein elektrischer Strom vorhanden ist. Schalte eine Woche lang Deinen Strom ab und du wirst sehr schnell feststellen, Deine Gewohnheiten, Deine gelebte bisherige Normalität ruft Reaktionen in Deinem Innern hervor.

Wenn Du Dich wirklich kennst, also das, was ganz tief in Dir drinnen lebt, wirst Du in
Anders wo? auch die Menschen dort besser verstehen können. Erst dann wird der Prozess des Dazugehörens in Gang kommen. Wenn, ja wenn die Bewohner in Anders wo? Dich annehmen möchten.

Arbeite das, was in Dir noch verschüttet ist, was noch schmerzt, weil es nicht aufgearbeitet ist, auf! Schiebe es nie vor Dir her, so wie diverse Dinge in Deinem Leben, die Du schon lange erledigen wolltest.
Sei es eine Reparatur, einen Urlaub, einen Ausflug, ein Treffen mit einer Person - es kam immer etwas dazwischen? Du hattest nie Zeit dafür? Es ergab sich nie die Gelegenheit dazu?

Mal ehrlich! Sind das nicht Ausreden, damit Du nicht aktiv werden brauchst?

Aus meiner Erfahrung heraus scheitern die meisten Menschen, die sich in
Anders wo? eine neue Existenz aufbauen wollten an einer sehr gravierenden Begebenheit:

Tja, ich habe mir das in
Anders wo? anders vorgestellt - so die Aussage der Betroffenen. Auf Nachfrage hin haben diese Menschen nie durch dacht, dass sie nicht nur ihren Heimatort aufgeben, sondern noch viel mehr.

Am Ende solcher Diskussionen stellt sich immer heraus, dass bisher gelebte Normalität, zu tiefst gefestigte Gewohnheiten, persönliche Werte, Ansichten, Alltagsabläufe, Sprach- und Körpersprachliche Codes usw. nicht aufgegeben werden wollen oder können.

Es könnte daran liegen, dass sich die Menschen nicht selbst kennen und noch ein Faktor kommt hinzu:

Je älter ein Interessent nach
Anders wo? schaut, desto schwieriger wird seine eigene Person in die neue Gesellschaftsform aufgenommen. Zu einem neuen Beginn gehören nämlich immer zwei Parteien. Einer öffnet die Arme, der andere nimmt diese Geste an.

Der Beitrag ∞ Wasser könnte Dir bei Deinen Überlegungen hilfreich sein.

In
Anders wo? verhalten sich auch Verkehrsteilnehmer anders. Du erkennst, es wird nicht einfach, wenn Du Dein Vorhaben nicht genau überdenkst!



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* * *


Herr S. aus Cloppenburg fragt an:

Ich lese gerne hier mit und es ist ein schöner und informativer Blog. Ich bin 47 Jahre alt und lebe leider seit 9 Jahren von Hartz4. Ich habe auch Interesse daran, nach Neuseeland auszuwandern. Wie sieht es dort mit Arbeit aus? Meinen Sie, ich würde Arbeit finden und sind meine Zeugnisse dort anerkannt? Können Sie mir noch weitere Tips geben?

Lieber Herr S.

Danke für Ihr Feedback. Nun, ich kann Ihnen nur raten, sich an das jeweilige Konsulat bzw. an die Botschaft des Landes zu wenden damit Sie alle Ihre Fragen beantwortet bekommen. Ihr Wunschland ist nicht Mitglied der Europäischen Union und daher gelten völlig andere Vorschriften, als die, die bei einem Umzug innerhalb der europäischen Union gelten würden.

Beachten Sie auch: Neuseeland hat einen Kriterienkatalog für Einwanderer und aus meiner Erfahrung heraus sollten Sie sich an einen Anbieter für Einwanderungswillige wenden. Vorab sei Ihnen mitgeteilt, dass diese Begleitbüros kostenpflichtig sind und wählen Sie Ihr Begleitbüro sehr sorgfältig aus.

Ansonsten: Ich bin kein Hellseher! Woher soll ich wissen, ob Sie Arbeit finden werden und wie Ihre Zukunft aussehen wird?

Zu den weiteren Tips, die Sie von mir zu dem Thema möchten:

es gibt genug Literatur über das Wunschland von Ihnen und Ihr Vorhaben dorthin zu ziehen. Das Lesefutter sollte die nächsten Jahrzehnte ausreichend sein.

Beratende
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Moishele’s Schläge



Moishele’s Schläge

Werte Nichtleserschaft, es Moishele ist unter anderem Besitzer eines nicht mehr gänzlich jünglichen Rasenmähers. Dennoch mäht das Gerät wie am ersten Tag! Alljährlich bedarf auch diese Gerätschaft einer Wartung, so daß das Moishele ihn in Einzelteile zerlegt, säubert, gegebenenfalls defekte Teile ersetzt, um ihn wieder zusammen schrauben zu können.

Bekanntlich befindet sich unter dem Rasenmähergehäuse ein Schneideblatt. Dieses sollte recht scharf sein, und sich im für ihn vorgesehenen Gehäuse drehen, damit das zu hohe Gras geschnitten werden kann.

Wenn wir nun den Rasenmäher in Gang setzen, also den Motor starten, sollte darauf geachtet werden, daß am Boden, dort, wo die Schneideblätter sich befinden, keinerlei Gegenstände sich befinden.

Das alles kann in der Gebrauchsanleitung nachlesen werden.

pylone
Die Natur ist sehr stark!


So denn, der Mäher erstrahlte auch dieses Jahr in neuer Frische, und erwartete sehnsüchtig seinen Einsatz. Voller Stolz wurde das Gerät von unbeholfenen Gärtnerhänden aus der Werkstatt geschoben.

Es Moishele zog erwartungsvoll am Schnürchen, das den Motor des Mähers in Gang bringen sollte. Der Motor sprang auch brav an, das Schneideblatt bewegte sich schnittig im Gehäuse, gerade wollte der Gärtner und Reparateur Stolz in seiner Brust walten lassen, ...

...
ein fürchterlichen Schlag donnerte durch die Siedlung!

Der Motor des Mähers lief zwar noch, jedoch das Licht in der Werkstatt versank in Dunkelheit.

_
Ist irgendwo eine Bombe eingeschlagen? _ dachte das Moishele so bei sich, und stellte den Motor des Mähers ab. _Doch das Geräusch war anders, wie gewohnt, wenn sie fallen vom Himmel mit Getöse_,
so die weiteren, mittlerweile verwunderten Gedanken vom Moishele.

Nun wechselte es Moishele zum Forscher und ging dem Stromausfall auf den Grund. Es schritt mit kräftigen Tritten die Werkstatt ab, die Augen suchten jede Ritze, und auch Spinnenwebe ab.

Da bekam das Moishele einen Schlag auf den Kopf!

Ein metallenes Geräusch konnte auf den Werkstattboden, sowie ein undefinierbares Gepolter vom Mäher ausgehend, gehört werden. Des Moisheauge erblickte einen sich noch munter vor sich her drehenden Schraubenschlüßel auf dem ergrauten Betonboden.

Der Motor des Mähers gab stotternd kläglich seine Dienste auf.

Es Moishele bückte sich zum Schlüßel und sprach leise zu ihm:

_
Potzblitz, wo kommst du denn her?_

Leider vergaß es Moishele bei seiner Wartungsarbeit des Mähers einen kleinen Schraubenschlüßel aus dem unteren Bereich der Schneidblätter aufzuräumen.

Das Schneideblatt des Mähers erwischte den Schlüßel als es seine Tätigkeit aufnahm, dieser im hohen Bogen aus dem Mäherkasten heraus geflüchtet. Er knallte nun auf den Lichtschalter, löschte dabei das Licht, änderte abermals seine Flugrichtung durch den Aufprall am Schalter, erwischte die Deckenlampe, die immer noch wackelte, bis der Schraubenschlüßel aufgrund der Erdanziehungskraft wieder gen Boden flog -

doch bevor der Schlüßel seine Landung einleitete, machte er noch einen Abstecher am Kopf vom Moishele.
So die vom Moishele einzig erklärbare Rekonstruktion des Hergangs.

Es Moishele nun zufrieden mit seiner detektivischen Aufklärungsarbeit, räumte er alles auf, schob seinen Mäher auf die kleine Zierrasenfläche

{
Herr im Himmel, mein ganzer grüner Stolz liegt mir hier zu Füßen! }

und ließ den Motor des Mähers mit Hilfe des Schnürchens abermals an.

Da gab es wieder einen fürchterlichen Schlag, nur dieses Mal klirrte es anschließend noch.

_
Ja, zisbveaharabfahiereu, was ist denn heute los!??!_, so das Moishele fluchend! Da rauschte im gleichen Augenblick pfeifend an seinem Kopf ein unbekanntes Flugobjekt vorbei. Es Moishele stellte den Rasenmähermotor so schnell er konnte aus, und bekam einen zweiten Schlag an den Kopf! Das Schneidblatt des Mähers mußte einen Stein erwischt haben, dieser flog wahrscheinlich ans Werkstattfenster, das dadurch zerbrach.

Doch warum hat’s Moishele einen zweiten Schlag am Kopf bekommen, und wo ist der unbekannte Gegenstand, der ihn erwischte?

Es Moishele suchte mit Hilfe seiner Augen die Rasenfläche ab. Da erspähte er hinterm Gartenzaun zwei kleinere Gestalten.

Außerirdische!! - schoß es ihm spontan durch die Hirnwindungen.

Es Moishel pirschte sich in fast gebückter Haltung gen Gartenzaun, ergriff dabei den Spaten, der an der Werkstattwand schon auf ihn wartete, doch da rannten die Übeltäter schon von dannen.

_
Na wartet, ihr ungezogene Brut meiner Schwester von nebenan!!_ zischte es Moishele durch seine Zahnreihen.

Das Schneideblatt des Mähers hatte tatsächlich einen Stein erwischt, den es Moishele in der Werkstattmitte fand. Der Stein zerschlug tatsächlich die Werkstattscheibe, doch der Schlag auf den Hinterkopf war von einem Fluggeschoß der Schleuder der zwei Unholde, so die tränenreiche Aussage, nachdem es Moishele im Stechschritt den beiden Jungen hinterher gelaufen, sie an den Ohren gezogen und zur Rede gestellt hatte, was diese bei Moisheles Revier bloß zu suchen hätten.

traurigsekwi1
Kein guter Tag heute!
Es Jingele ist niedergeschlagen...


Es Moishele beschloß sein Rasenmähervorhaben zu beenden und legte sich mit zwei Eisbeuteln schwerst leidend auf sein Sofa.

Es Moishele ist schon ein geplagter Mann auf diesem Planeten!! Herr im Himmel, womit habe ich das verdient? War der Schraubenschlüßel und der Schreck des Stromausfalles nicht genug? Mußte es noch die Scheibe und die beiden Bösewichte sein? Hätte nicht eine Beule am Kopf gereicht, mußten es gleich zwei sein?

So die Gedanken des geplagten jiddischen Jingele, bevor es einschlief, bis .....

... jo, bis ihn ein fürchterlicher Schlag aufweckte.

Des Moisheles Sofa schien zu klein gewesen.....!

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Alarm im Lazarett I.


Alarm im Lazarett I.

Sein normaler Dienst, der nun nur noch ein Fünftel dessen betrug als vorher, begann an diesem Donnerstagfrüh recht merkwürdig. Doc Mozart's Dienstplan sah vor, dass nun ein zwölf Stunden Tag im OP-Saal vor ihm stehen würde. Als er den Gang hinunter ging kam er am Lagebesprechungszimmer vorbei. Am anderen Ende der Wand hing noch eine Landeskarte für die vorher statt gefundene Besprechung. Auf dieser Karte waren Striche, Quadrate und Zahlen aufgezeichnet.

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- Eine Liste an der Wand verriet nichts Gutes -
Am unteren rechten Bildrand dieser Darstellung sind die einzelnen Nationen,
welche in Afghanistan stationiert waren, gelistet.

Es war "seine Region" in der er die letzten Wochen vermehrt aufgetreten ist, um der Bevölkerung die Hand reichen zu können. Doc Mozart machte sich noch keinen allzu grossen Kopf über das ebene Gesehene. Sicher war nur, dass der Jack-Daniel-Man mit draussen war und diese militärische Operation leitete. Doc Mozart entnahm diese Information von einer anderen Liste, die direkt neben der Landkarte hing.

Um die Mittagszeit herum bekam auch die Crew im Krankenhaus notgedrungen mit, dass die Kollegen draussen von ihrem Einsatzort aus Rettungshubschrauber angefordert hatten. Es seien mehrere Verletzte und auch Tote zu verzeichnen. Seit Tagesanbruch lagen die Jungs dort draussen im Dauerfeuer. Die bewaffnete Luftunterstützung der befreundeten Einheiten flogen Dauereinsatz um die Jungs am Boden unterstützen zu können.

Die Nervosität stieg in den Vorbereitungsräumen der einzelnen Operationssäle. Alles lag bereit. Dann endlich hörte das diensthabende Personal im Lazarett die Motoren der von ihnen langersehnten Helikopter aus der Luft immer näher kommen.

Rescue Flüge im Auslandseinsatz werden so durchgezogen, wie es die Allerobersten Colamänner wollen:

Rein ins Getümmel, alles einladen was geht und Abflug.

Dabei fliegen sie meist mit zwei Hubschrauber ins betroffene Gebiet, damit der eine Kollege in der Luft den evakuierenden Kollegen am Boden gegebenenfalls bleihaltige Absicherung anbieten kann.

Pierre nennt solches Vorgehen seit seinem ersten Einsatz, damals in Jugoslawien,
Gulaschseinsammeln fliegen.

Zwar keine schöne Bezeichnung, doch eine sehr treffende.

Die vom Boden Eingesammelten werden in der Regel nur notdürftig oder gar nicht Erstversorgt. Erst im Quartier beginnen die gezielten Abläufe zum Erhalt eines Menschenlebens. Diese Methode gilt auch bei den Colamännern in Übersee in deren Zivilbereich. Bei jedem Autounfall - als Beispiel - wird der Verletzte eingeladen und ins Klinikum gefahren. Eine langwierige Vorortversorgung, wie es der Mitteleuropäer kennt, gilt hier genauso wenig wie in Übersee.

Ohne eine sanitätsdienstliche Versorgung des Personals ist ein militärischer Einsatz unmöglich.

icebaby

Doc Mozarts schönsten Geschichten


Bei allem täglichen Elend, das in diesem Land zu sehen und erleben ist, gibt es auch Erfreuliches.

Doc Mozart half einmal bei einer etwas ungewöhnlicheren Geburt kurzerhand aus als er ein Dorf besuchte. Das kleine vierbeinige Wesen erblickte viel zu früh das Licht der Welt und obwohl es eine nicht ganz einfache Geburt war, überlebte die Kleine und ihre Mutter. Eine simple Klappbox und eine warme Decke aus seinem Fundus diente dem viel zu kleinem und schwachen Neugeborenen als Wärmespender.

Aber nur so lange, bis die Mutter sich von den Strapazen erholt hatte.

Pierre wurde von den Dörflern verwundert beäugt und es wurde unüberhörbar gekichert, als sie begriffen, dass er der kleinen Erdenbewohnerin sogar einen Namen gab.

Fudul - (grosse) Neugier(ige) nannte er sie, weil sie so gar nicht auf ihren normalen Geburtstermin warten wollte. Interessanter Weise musste Doc Mozart im Dorf bleiben, da sie ihm zu Ehren einen Bock schlachteten und das ungewöhnliche Ereignis der Geburt und ihm zum Fest machten.

Denn eine weibliche Ziege hat sehr viel Wert für eine Herde.

Einige Männer aus dem Dorf hatten Doc Mozart sogar beim gemeinsamen Essen gefragt, warum er einer Ziege einen Namen gab und ob er gebetet hätte, als er sie nach ihrer Geburt hoch in die Höhe hob, seine Augen schloss und Richtung Himmel sprach.

Es ergaben sich in dieser Nacht gute und tiefe Gespräche über die unterschiedlichen Glaubensrichtungen.

Das Gesprochene wurde mit Respekt und Achtung bewertet und ohne Vorurteile von allen in der Runde betrachtet. Die Menschen hier hatten eine völlig andere Diskussionskultur und gingen viel liebevoller miteinander um, als diejenigen Westeuropäer, die er kannte. Wobei das zu weit gegriffen ist für ihn.

Dieses Kennen im Sinne von Kennen.

Für ihn ist auf alle Fälle erkennbar, dass, wenn das Thema Glauben, Spiritualität im Allgemeinen, unter Menschen in Westeuropa aufkommt, es ohne Respekt, ohne Achtung untereinander, behandelt wird. Die persönliche Dekradierung von Gläubigen in solchen Diskussionen wird von Andersdenkenden sehr schnell vollzogen und der Glaubende zieht sich doch eher zurück, als dass er offenlegt, dass er sich Gott zugewandt fühlt und wie er darüber denkt.

Es sollte nicht das einzigste Gespräch dieser Art bleiben, das Pierre mit den Männern hier im Dorf haben wird.

Diese Geschichte erzählt Doc Mozart, weil er eine Anfrage über unser Formular erhielt, ob er auch "schöne Sachen" an seinem Einsatzort erlebte.

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Moishele’s Waschmaschine


Werte Nichtmitleserinnen, und Nichtmitleser,

es Moishele hofft, es ergeht Ihnen soweit gut, und Sie lassen sich von mir zu einem Tasserl Lapacho Tee einladen. Sie kennen diese Teesorte nicht? Na, na, werte Nichtmitleserschaft, da wird's höchste Zeit! Da wir in einer Informationsgesellschaft leben, dürfen Sie sich sehr gerne im Netz über diese Sorte informieren, sowie über deren Eigenschaften. Erwerben Sie bei Interesse bitte von dieser Sorte nur welchen, welcher aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt.

Kommen wir so denn zu einer G'schicht, welche sich im Haus abspielt, genauer dreht es sich um

des Moishele’s Waschmaschine

sekwidrohend Es Moishele warnt beim Lesen dieser Niederschrift jede Hausfrau, die sich über diesen Text amüsieren sollte!


Gut, nur damit dieses geklärt : )

Es Moishele hat im Kellergewölbe nicht nur Spinnleins an den Ecken hängen, nein, es befindet sich dort auch eine Waschmaschine, die seit Jahren sehr gute Dienste ihm erweist. Wenn’s Moishele seine freien Tage von der bezahlten Arbeitsstelle hat, ist unter anderem auch Wäsche waschen an der Reihe. Der moderne, eingefleischte Junggeselle verfügt so denn über einen kleinen Überbestand Wäsche, der ihm in Notzeiten, die ihm durch mangelnde Zeit auferlegt wird, überbrücken kann.

Nun gut, es Moishele ging mit einem nicht unerheblichen Berg Wäsche unterm Arm gen Kellergewölbe, steuerte Richtung Maschine zu, sortierte die Wäsche, wollte die erste Maschine mit Schmutzwäsche füttern, da lugten dem ihm zwei grüne Augen entgegen.

Ist nun nicht wahr, so der Gedanke vom Moishele.
Doch, ist wahr!, kicherte sein Inneres ihm zu.

Hinter den zwei Augen bewegten sich Schatten. Es Moishele begann a bisserl lauter vor sich her zudenken:

Das darf doch nicht wahr sein!
Doch, ist wahr! erwiderte das Innere dem Moishele.

Es Moishele beugte seinen Kopf Richtung Maschinenöffnung, um der wuselnden, zart kläglichen mehrfach miauenden Wahrheit endgültig auf die Schliche zu kommen, da bekam’s Moishele eine ins Gesicht gekratzt.
Da brüllte spontan, mehr vor Wut, als vor Schmerz es Moishele:

JSIFHUFDJBFVZHBAAFBASDHUDF!!!!!

Da verteidigte doch des Nachbars Katz' die Maschine vom Moishele.

Sapperlott! Wo sind wir nur hingeraten?

Na warte, du, du, du, duuhhuu! fauchte der Maschinenbesitzer dem Trommelbesitzer zu. Mit Besenstiel bewaffnet erklärte es Moishele der fremden Katz', die sich in seiner Maschine breit gemacht, und ihre Jungen vor Nichts verteidigen wollte, den Krieg.

Es Moishele will Wäsche waschen und dieses Land ist groß genug, damit du Fellbündel deine Gene woanders aufziehen kannst. Also raus mit dir! So die erste Warnung - doch nichts geschah!

Erste Angriffswelle mit Hilfe des Besenstiels

Die Katz mutierte zur Löwin, und griff den Besenstiel an, es Moishele konterte daraufhin zur Bodentruppe. Der Kampf dauerte schon einige Minuten, und ehrlich gestanden, das Moishele hätte nie und nimmer damit gerechnet, daß eine Katze derartig unverschämt sein könnte.

Erst gebeugt zur Maschinenöffnung, nun auf den Knien, stocherte es Moishele mit dem Stiel vor der Öffnung herum, um die Besetzerin aus ihrer Höhle zu vertreiben.

Jedoch die Katz' dachte nicht daran, ihre Höhle zu verlassen!

Mit angelegten Ohren, Krallen, so lang und scharf wie ein Samuraischwert
{
wirklich, ungelogen! } und Zähnen, so groß wie eine Löwin { das kann sich niemand vorstellen, die Zähne waren richtig groß, nicht übertrieben! } kämpfte dieses kleine Biest mit dem Stiel!

Gut.

Damit es Moishele seine Nerven schonen konnte, brach’s Moishele den Kampf ab. Doch es Moishele läutete damit bestimmt keinen Frieden ein, sondern änderte seine Strategie. Sachte stellte sich der Besen an die Kellerwand, es Moishele schmunzelte Richtung Maschinenöffnung, steckte beide Hände in seine Hosentaschen, stand aufrecht im Raum, und

ein Pfiff durch seine Zähne erschütterte die ganze Siedlung!

Schon stand des Moisheles Hund neben ihm.
Nun standen sich zwei Todfeinde gegenüber!

Der Hund vor der Maschine, die Katz' aufgebäumt, und mit Sträubefell breitbeinig in der Öffnung! Normalerweise hassen die beiden sich bis auf den letzten Reißzahn, und es Moishele freute sich schon diebisch, daß die Katz' jetzt vor ihrem hündischen Todfeind Reißaus nehmen würd.

Doch weit gefehlt!

Des Moishele’s Hund stopfte seinen Kopf in die Maschinenluge, leckte die Katz' versunken ab, und legte sich mit einem lauten Plumps vor die Waschmaschine.

Zwei Hundeäuglein beäugten Dackelähnlich den Hausherren!
Potzblitz, das gab’s ja noch nie im Haus vom Moishele!

Was zu weit geht, geht zu weit.

Nun sind schärfere Geschütze aufzufahren, und der militärische Stratege zog folgendes auf den Tisch hervor:

Plan A) Schmutzwäschevorgang ungehindert vornehmen und Sauberkeitsstufe mit Hilfe des Drehknopfes an der Maschine genüßlich einleiten. Im Klartext hieße dieses, daß es Moishele wie gewohnt seine Wäsche in die Maschine stopfen, das Waschpulver dazu geben und die Maschine programmieren würde. Vielleicht hätten wir nach Abschluß des Waschvorgangs ein Miniaturkatzerl gezüchtet!

Plan B) Die Luge schließen und so lange warten, bis die Katz erstickt oder verhungert ist. Doch das würde dem Moishele zu lange dauern, ausserdem hat’s Moishele nicht mehr so viel Reservewäsche.

Plan C) Den Nachbarn holen und der soll seine Katz' nebst vor wenigen Stunden geworfene unzählige Nachkommenschaft mitnehmen.

Plan A würde es Moishele ja reizen, doch wenn’s einer rausfinden würde, hätte es Moishele womöglich Ärger mit dem Tierschutz. Plan B bekommt’s Moishele wegen Grausamkeit nicht übers Herz, denn so ein Tier schreit vielleicht um Hilfe. Das würde das Moishele nicht ertragen wollen, und Plan C käme gar nicht in Frage, da es Moishele den Nachbarn nicht mag.

So denn eine intelligentere Kampfesstrategie her mußte.
Nun, Mütter sorgen doch ständig sich um ihre Jungen, haben also Hunger.

Somit entstand fluchs
Plan D

Es Moishele plünderte seinen Kühlschrank nach Leckereien, servierte diese der Katz' auf einem Unterteller, diesen auf den Boden gestellt...

und siehe da, die Katz' konnte nicht widerstehen.

Ganz nach Weltmännischen Motto:
Schleim dich in der Frauenwelt mit Kaviar ein, so freßen Sie dir aus der Hand : )

Die Freßzeit der Katz' außerhalb der Waschmaschine, welche auf dem Kellergewölbeboden stattfand, nutzte es Moishele acht kleine Vierbeiner aus der Waschmaschine zu erretten, sie in den Wäschekorb umzutopfen, und
um in Windeseile seine Schmutzwäsche in der Maschine verschwinden zu lassen.

Etwas irritiert war die Katz' schon, als sie ihre Jungen im Korb vorfand, doch es Moishele erklärte der Mutter, daß ihre Jungen nun modern aufwachsen könnten, da diese direkten Einblick in das Haushaltsfernseher hätten.

Die Kleinen müßten nur ständig die Trommel beobachten, und hätten bestimmt einen Heidenspaß an den ständigen Drehungen des Wäscheinhaltes. Des weiteren wäre der nicht unerhebliche Erziehungseffekt zu erwähnen, der hierdurch entstehen würde. Die Katz' bräucht ihren Jungen nur zu erzählen, daß wenn diese sich richtig schmutzig machen würden es ihnen so ergehen könnte, wie dem Hemd hinterm Bullauge! Diese Argumentation müßte doch ausreichend sein, um Kinder dauerhaft zu ermahnen, oder? : )

Herr im Himmel,
was steht noch einmal in der heiligen Schrift?
Du hast zuerst die Tiere erschaffen, danach den Menschen -
als Krönung deiner Schöpfung?
Stimmt, der Mensch ist die Krönung.
Nur handeln viele Gekrönte nicht wie Gekrönte!



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kittenhelp
Mirrr ischd daas allesss soooo peineeellliesch!








Extern - Isolation - Freiheit





isolationderfreiheitmarz

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IKEaFGHA




IKE
aFGHA

Doc Mozart bereitete sich in den kommenden Tagen sehr genau auf seinen Auftrag vor. Jedes Detail schoss in seinem Hirn zur Verarbeitung umher. Von Traubenzucker, Insulin, bis hin zu kleinen Teddybären für die Kleinsten waren zu beachten. Von seiner Heimat kamen einige Pakete, die er dort von Bekannten anforderte, deren Inhalt er selbst finanzierte: Strampler, Windeln, Rasseln, Schnuller, Flaschen mit Nuckel. Von den einzelnen Staaten war sowieso nichts zu erwarten!

Er tackerte an die Zeltwand seiner Unterkunft eine riesige Landkarte und markierte diese mit bunten Kreisen und Quadraten. Mit seinem immer noch geltenden regulären Dienstplan glich er nun seine Flugrouten und die Zeiten ab. Er erstellte eine Liste, die er seinem Vorgesetzten, wie dem zuständigen Personal der Flugbereitschaft übergab. Nichts, rein gar nichts fehlte es an Gedanken für seinen Auftrag. Tagelang war er nicht ansprechbar, da er sich mental tief in diese Angelegenheit verkroch.

Sein Helikopter glich einem fliegendem Kleinklinikum.

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- Die letzte Zeit nehmen die Kämpfe zu und
so manch Soldat vor Ort beginnt sich seine eigenen Gedanken
über seinen Auftrag zu machen -


Jede noch so erdenkliche Ritze wurde von ihm für medizinische Ausrüstung ausgenutzt. Er liess sich sogar von "seinem" Mechaniker an die Decke der Maschine eine spezielle Vorrichtung anbringen, die noch mehr Stauraum erlaubte.

Die Windelboxen dienten ihm als Aufbewahrungsraum für die selbigen und für die Schnuller, Fläschchen, Rasseln usw. Er nannte diese Boxen nach dem Einrichtungshaus seiner Heimat, hängte nur noch den Landesnamen seines Einsatzortes hinten an.

IKEaFGHA -
das zu einem Wort ausgesprochen fand Pierre recht lustig.
Zwar zog sein Mechaniker seine Stirn in Falten, als er es auf einer Box las, fand es aber am Ende doch recht kreativ.


In den kommenden Monaten flog er Dorf für Dorf an und "stellte sich vor". Wie ein Lauffeuer verbreiteten sich seine Dienste an den Einheimischen und er machte das, was er tun musste. Neben seinem normalen Dienst, der jedoch für dieses einmalige Vorhaben im Land reduziert wurde.

Doch eines Tages, eines Tages, wurde er jäh aus seinem Dasein gerissen!

* * *


Es war im Winter 2013.
Wir sassen mit einem hohen Offizier der Bundeswehr zusammen. Ein Gespräch „unter drei“, für das absolute Vertraulichkeit vereinbart worden war. Es ging um Einsätze des Kommandos Spezialkräfte (KSK), um Geheimaktionen im Nahen Osten. Auf einmal machte der Offizier eine Andeutung.

Im Ministerium herrsche eine „Afghanistan-Connection“.
Was sollte das sein?


Mit sparsamen Sätzen skizzierte der Mann, wie sich in zwölf Jahren Afghanistaneinsatz eine Machtstruktur entwickelt habe, durch die die deutsche Aussen- und Sicherheitspolitik gelenkt werde. Strategien, Ausrüstung, Ausbildung. Alles werde durch eine Afghanistan-Brille gesehen.

Konnte das sein?
Lesen Sie hierzu ∞
Deutschland und seine Afghanistan Connection

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Versiebter Tag



Des Moisheles' versiebter Tag

Eine nette Geste der Zettel am schwarzen Brett mit den Namen vom hiesigen Personal. Dahinter sind die jeweiligen Geburtsdaten zu lesen. Das entsprechende Geburtstagskind erhält aus dem kollegialen Kreis eine Kleinigkeit, sei es ein selbst gebackener Kuchen, eine extra Tasse kostbaren Kaffee, Segenswünsche u.ä.

Ein netter Brauch.
Jedoch, es fehlt seit Beginn an ein Name auf der List'.
Des Moisheles Name.


Im Innern dennoch die Hoffnung, wenn’s schon die Kollegen versieben, dann wenigstens nicht Bekannte, oder andere Menschen, die es Moishele
_ kennen _ , sogar diesen, seinen Tag persönlich kennen.

Die Sonne scheint durch's Fenster, es Moishele über Akten gebeugt - das Telefon regt sich. Eine Kollegin.
Es Moishele hegte schon Hoffnung auf Glückwünsche, stattdessen schilderte sie ihm in einem knapp zwei stündigen Gespräch, welche Probleme sie hat.

Auch Recht.
Nebenbei, weil der Kollegin ihr Geplabber dem Moishele auf die Nerven ging { es ist nämlich stets das gleiche Thema } , rief’s Moishele seine Mailboxen ab. Auf einer sehr selten genutzten Box eine elektronische Post.

Es Moishele hegte schon Hoffnung auf Glückwünsche, stattdessen wurde es Moishele auf eine berufliche Nachricht für ihn aufmerksam gemacht.

Auch Recht.
Zu einem späteren Zeitpunkt, das Telefonat war beendet, und auf dem Weg in ein anderes Zimmer schlurfend, begegnete dem Moishele ein Kollege, der das Moishele ansprach. Es Moishele hegte schon Hoffnung auf Glückwünsche, jedoch es stellte sich schnell heraus, daß der Kollege anderes im Sinne hatte.

Auch Recht. So erging’s dem Moishele den ganzen Tag.
Warum in aller Welt wollen alle Menschen um’s Moishele herum nur die Institution Moishele, aber niemals den Menschen?
Wo bleibt’s Innere vom Moishele? Wer interessiert sich denn für's Moishele?


Unterm Strich nehmen sich die Menschen unheimlich wichtig. Der andere, der Mitmensch, ist Luft, uninteressant, egal, nur das Abzapfen für das eigene Ego gilt.

Der Tag tat dem Moishele schon weh...

Wie oft eilt dem Moishele der Ruf voraus:
< Da, den kannst du fragen... Geh’ mal zum Moishele, der kann dir bestimmt helfen... >

Institution Moishele. Es Moishele hilft ja.
Der gibt dir eine Weisheitspille, und schon schaut dein Leben anders aus. Der gibt dir alles, damit du in Freude leben kannst. Der ist geduldig, der nimmt sich Zeit, der geht so richtig in seiner Tätigkeit auf etc..

Nett. Doch. Doch, doch. Danke für die Komplimente.

Es Moishele als Institution reduziert, nicht einmal so viel Wert hat’s Moishele, daß man ihm zum Geburtstag gratuliert. Nicht einmal sein Name steht auf der Liste, denn wer ist schon das Moishele? Wer schon? Hauptsache
ich profitiere von der Institution namens Moishele!

War die Hoffnung auf Glückwünsche am Freudentag groß, wurde die Hoffnung am nächsten Tage weiter zerstört.

Was wäre, wenn’s Moishele ein Feuerwehrmann wär’? Oder ein Koch, ein Straßenkehrer, Arbeitsloser...? Würd’ man sich auch immer an ihn erinnern, wenn Hilfe nötig wäre?

Moisheles Familie?
Jo, einen Tag später mit den Worten einer Entschuldigung, sie hätten keine Zeit gehabt, aber das Moishele würd’s ja verstehen.

Auch Recht.
Jo, das Moishele versteht nur zu gut! Wenn ihr wüßtet, was hinter eurem Verhalten steckt! Wenn ihr’s wüßtet!!

Ab diesem einsamen Tag hat’s Moishele einen Beschluß gefaßt:

Bis zu seinem nächsten Tag im kommenden Jahr wird’s Moishele keine Geburtstagswünsche an seine Umwelt verteilen. Schaun wir mal nach den Reaktionen, denn bekanntlich kommen Reaktionen nach Aktionen. Es Moishele weiß bei gewissen Menschen eh schon deren Reaktionen, sowie seine Antwort auf deren Kommentare:

Sie werden sich grämen, weil’s Moishele ihren Tag anscheinend vergeßen hat, sie werden ihn darauf mit der fadenscheinigen Fangfrage einfangen wollen:

< Hast' so viel Arbeit, nicht wahr, Moishele, da hast bestimmt meinen Ehrentag vergeßen? >

Es Moishele wird kontern:
Warum hast’s Moishele an seinem Tag vergeßen, wenn dir dein eigener so wichtig ist? Es Leben besteht nicht nur aus Nehmen, sondern auch in Geben, sei es auch nur eine einfache Geste, eingepackt als kleiner Wunsch.

puddingmoishe
Des Moisheles Abendpudding - zur Feier seines Tages


Am guten Tag sei guter Dinge,
am bösen bedenke:
Auch ihn hat Gott ebenso gemacht (Prediger 7,14)


Gott wartet darauf, daß du auch an dunklen Tagen Seiner Liebe vertraust, die hinter allem steht. An solchen Tagen leuchten die Sterne Seiner Zusage, wie:

- Ich will dich nicht verlassen noch versäumen am Hellsten. -

Schaue auf diese Sterne, halte die Zusagen im Glauben fest, und du wirst als ein Überwinder bewährt aus den dunklen Tagen hervorgehen.

Der Einzige, der den einzelnen Menschen nie vergißt, ist unser aller G'TT im Himmel. Diese Tatsache war dem Moishele’s Hoffnung, Trost, Gewissheit an diesem versiebten Tag. Es Moishele ist dem HERRN schon dankbar für sein eigenes Leben, doch ab und an bräuchte es Moishele auch einmal das Gefühl, daß man mit ihm als Mensch umgeht und daß er nicht immer als diese dämliche helfende Instiution zu fungieren hat.

Wartest nicht auch am Freudentag auf Menschen, die sich an Dich erinnern?
Wie fühlst Du Dich, wenn sich wer an Dich erinnert?


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