Extern - Inter-G-ratio-Nale


Inter-G-ratio-Nationale.

Nach dem grossen Unglück, welches das kleine Dorf und seine dortigen Bewohner traf, war nur noch er am Leben.

Das Tuch der Totenstille legte sich starr und unbarmherzig um das Tal herum. Die wenigen Ziegen, die sich am Unglücksort einfanden, trafen auf ein paar Hühner.

Er hatte Glück im Unglück - hatte überlebt.

Dort draussen müsste es noch Menschen geben. Seines Gleichen! Hierher wird sich niemand verirren, daher beschloss er sich aufzumachen. Ziegen und Hühner nahm er mit.

Nach Wochenlangem Fussmarsch sah er am Horizont einen kleinen Punkt, welcher sich bewegte.

Vorsichtig näherten sich eine Gruppe Menschen und er aufeinander zu.

Sie beäugten sich misstrauisch, schlichen regelrecht wie die Katz um den heissen Brei. Er nahm eine Ziege aus seiner kleinen Herde und führte sie der Gruppe zu.

Daraufhin kamen sich alle Beteiligten noch ein Stück näher. Die Gesichter der Gruppenmitglieder begannen sich zu erhellen und die Gestik vermittelte ihm ein herzliches Danke.

Nun begann die verbale Kontaktaufnahme und sie stellten fest, dass sie unterschiedliche Sprachen sprachen. Doch dieses schien kein Hindernis zu sein, da sie nur ein Ziel hatten:

Überleben!

Er wurde vom Leiter der Gruppe offiziell und für alle erkennbar begrüsst! Diese einzelnen Schritte, vom aufeinander Treffen bis hin zur offenen Einladung, waren die Zeichen für einen Neubeginn - für die schon bestehende Gruppe und das neue Mitglied.

Die Ziege diente als ein so genanntes Geschenk, welches aussagen soll:

Ich bin nicht böse - ich komme in Frieden!

Die Gruppe, die auch in friedlicher Absicht unterwegs war, prüfte, ob der Neue zu ihren Interessen und somit zu ihrem Gruppenziel passen würde. Denn um ein Überleben aller Mitglieder abzusichern, muss Harmonie zwischen den einzelnen Menschen bestehen. Nur mit diesem Fundament ist ein Gemeinsam möglich und dieses Gemeinsam bedeutet ein Ziel erreichen zu können.

Mögliche Schwierigkeiten, die auf dem Weg zum Ziel auftauchen, werden durch gefestigte Strukturen überwunden und ausserdem ist Schutz für die gesamte Gruppe nötig, damit das einzelne Wesen innerhalb dieser Gemeinschaft seine Geborgenheit, seine Nestwärme erfahren kann.

Konflikte, die innerhalb einer zusammen gewachsenen Gruppe entstehen, finden ihren Lösungsweg oder die Konfliktparteien trennen sich und jeder geht seinen eigenen Weg.

Wie wir anhand dieser kleinen Geschichte erkennen können, nennt sich der Ablauf der Aufnahme eines neuen Gruppenmitgliedes Integration.

Was bedeutet das? Integration.

sonne


Integration.
Inter-G-ratio-Nationale.
Internationale Ratio(nalität)

Bestehende Gruppen, sofern sie eine überschaubare Grösse haben, haben gemeinsame Interessen, welche das Band der Zusammengehörigkeit der einzelnen Gruppenmitglieder fördert.

Trifft diese bestehende Gruppe auf einen neuen Artgenossen, so wird im Innern aller Beteiligten eine Art Abgleich begonnen.

Der Abgleich geschieht unbewusst.

Ist das individuelle Innere eines oder mehrerer Gruppenmitglieder positiv auf den neuen Artgenossen eingestellt, - hier spielen Geruch, Körperbewegungen, Mimik, Gestik, gemeinsame Interessenlage usw. eine Rolle - wird verbaler Kontakt untereinander aufgenommen.

Mit Hilfe von Fragen können Antworten gegeben werden und diese werden nun mit der Interessenlage der gesamten Gruppe abgeglichen.

Dieses geschieht wiederum unbewusst.

Entweder die Harmonie liegt aneinander und dann gehen alle aufeinander zu oder das Harmonieziel ist untereinander so weit voneinander entfernt, dass es bei der Erstaufnahme der Beteiligten untereinander schon frühzeitig zu Spannungen kommt -dann trennen sich die Beteiligten wieder. In diesem Fall in Frieden und ohne komplizierte, nennenswerte Zwischenfälle.

Jedes Individuum strebt nicht automatisch nach Blut, sondern unter seinen Artgenossen und sich selbst muss zum Überleben der ganzen Art Harmonie bestehen.

Integration besteht aus unterbewussten, wie bewussten uralten Riten.
Das gibt es im Tierreich, wie bei den Homo sapiens sapiens.

Nehmen wir an, das neue Gruppenmitglied wurde vom Sprecher, vom Kopf, vom Chef - egal wie wir diese Position nennen möchten - akzeptiert, so wird das neue Mitglied aufgrund einer für alle Mitglieder sichtbaren Einladungsgeste in die bestehende Gruppe eingeführt.

Nun geschieht etwas innerhalb der Gruppe.
Es wird Nähe unter den Menschen aufgebaut.

Jedes Gruppenmitglied möchte seine natürliche Neugierde befriedigen. Das kennen wir auch aus dem Tierreich. Irgendein kleiner Frechdachs aus dem Wolfsrudel, aus der Hühnerherde, aus der Ziegenherde u.ä. springt nach vorne und beginnt mit der Befriedigung seiner Neugierde. Erst zögerlich, dann nach und nach immer mutiger.

So ist es auch mit Menschen.

Irgendeiner ist so keck und nimmt sich augenscheinlich des Neuen an. Führt ihn in der Gruppe herum, erklärt die Regeln, zeigt Abläufe auf usw.

Da gibt es Gruppenmitglieder, welche gerne "helfen", andere sind in misstrauischer Warteposition, oder andere sind schlicht momentan mit anderem beschäftigt und nehmen sich der neuen Situation noch nicht an.

Doch alle Gruppenmitglieder, auch das neue Mitglied, vertraut der Gruppenführungskraft, da diese das neue Mitglied aufgenommen hatte. Durch sein Einverständnis ist für die Gruppe das Überleben der Art gesichert.

Nach Abschluss dieser uralten Rituale, Abläufe, hat das neue Gruppenmitglied seine Bereitwilligkeit zur Aufnahme in das Bestehende zu signalisieren. Die erste Aufgabe des neuen Mitgliedes ist es, sich den im Moment bestehenden Hierachien anzupassen, sich unterzuordnen, auf die er trifft.

Nehmen wir ein Beispiel aus einem Wolfsrudel.

Ein neues Tier würde, wenn es sich nicht sofort nach der Aufnahme in das Rudel unterordnet, damit der Prozess des Einordnens von statten gehen, damit das gesamte Rudel überleben kann, würde es von Rudelmitgliedern sofort gerügt. Diese kurzfristigen disharmonischen Störungen erträgt eine gefestigte Gruppe, da sie unbewusst der ihrigen Führungskraft vertraut. Jeder innerhalb des Geflechtes kennt seine genauen Aufgaben und wiegt sich somit in Geborgenheit innerhalb der Gruppe.

Sollte das neue Mitglied nicht auf die Rügen und Zurechtweisungen der anderen Gruppenmitglieder reagieren, so tritt im Wolfsrudel das Alphapaar auf.

Mit diesem Akt kann dem neuen Mitglied der Ausschluss aus dem Rudel drohen - bis hin zur unmittelbaren Tötung.

In der Tierwelt, egal ob Wolf, Ziegen, Schafe, Pferde, Hühner, Hyänen, Rehe usw. wird so gehandelt und auch beim Homo sapiens sapiens - denn schliesslich ist er in solchen Dingen auch nur ein Säugetier!

Es geht um Überleben, um Strategien aufrecht erhalten zu können, die den Trieb und Instinkt schützen.

Ein neues Mitglied hat sich unterzuordnen, die vorhandenen Strukturen zu akzeptieren, damit das Überleben der gesamten Gruppe gesichert ist.

So! Hoffe, dass das bis hierher verständlich beschrieben wurde.

Nun lesen und hören wir die letzten Monate immer wieder das Wort Integration. Interessant, was ∞
hier dem Interessent erklärt wird.

Der erste Treffer soll uns interessieren:

• Integration (Soziologie), allgemein Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen bisher ausgeschlossen (exkludiert) waren

Unter diesem kurz erklärenden Menuepunkt ist folgendes nach zulesen:

Der Begriff Integration ist vom lateinischen integratio (Erneuerung) abgeleitet und bedeutet in der Soziologie die Ausbildung

• einer Wertgemeinsamkeit mit einem Einbezug von Gruppierungen, die zunächst oder neuerdings andere Werthaltungen vertreten,

oder

• der einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit einem Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen von dieser ausgeschlossen (exkludiert) und teilweise in Sondergemeinschaften zusammengefasst waren.

Langsam lesen:

- Integration ist die Ausbildung einer Gemeinsamkeit von Werten

weiter:

- mit einem Einbezug von Gruppierungen, die zunächst oder neuerdings andere Werthaltungen vertreten,

unter Einbeziehung von Gruppierungen die bis her andere Werte lebten und nun mitbringen.

Zusammengesetzt gelesen:

Integration ist die Ausbildung einer Gemeinsamkeit von Werten unter Einbeziehung von Gruppierungen die bislang andere Werte lebten und nun mitbringen.

Aha!

Also... um es einmal völlig vereinfacht herunter zu brechen:

die alt eingesessene Gruppe lebt in blauer Farbe und die neue Gruppe, die auf die bestehende Gruppe dazu stösst, hat einen Faible für die Farbe Orange.

Nach der oben genannten Erklärung müssten nun beide Gruppenfarbtöpfe in einen grossen Topf gefüllt werden, danach umgerührt

und dann....
?

Dann sind alle Beteiligten rund um den Topf versammelt und müssen ab sofort mit der neuen Farbe vorlieb nehmen und nach Möglichkeit zur Erhaltung der Gruppenharmonie streben, um das Überleben der gesamten und nun neu gebildeten Gruppe zu ermöglichen.

Wenn wir das nun richtig verstehen, was im Online - Nachschlagewerk zu lesen ist, bedeutet diese Aussage über die so genannte Integration, dass Menschen, die bisher vom blauen Farbeimer ausgeschlossen waren (von wem eigentlich?) und als Sondergemeinschaft galten (wer hat ihnen diesen Status verpasst?), an den grossen und noch leeren Farbeimer geholt werden sollten.

Hä?

Diejenigen, die nicht von der bestehenden heimischen Gruppe, sondern von irgendwem bisher ausgeschlossen waren, sollen nun von der schon seit langem existierenden Gruppe hergeholt, damit die bisherigen Ausgeschlossenen mit der schon seit langem bestehenden Gruppe gemeinsam...

Aha!

Dieser Passus ist hoch interessant, denn wenn wir im Online - Nachschlagewerk die englische Version aufrufen, so finden wir folgende Aussage:

der Prozess der Trennung zwischen zwei Gruppen sei zu beenden -
Punkt.

Im Deutschen heisst es, dass eine bestehende Gruppe die angeblich Ausgeschlossenen herbei holen solle.

Doch niemand erklärt ein Ziel dieses imaginären Integrationsdingens.


Gut und weiter mit der deutschen Definition:

In diesen leeren grossen und noch unbenutzten Farbeimer schütten nun beide Gruppen ihre eigenen Farbe hinein.

Aus dieser neuen Farbmischung sollen sich nun alle bereichern.

Alles "Alte", wie Familienwerte, gesellschaftliche Werte, gewachsene Ethik, Moral, Spiritualität, Sprache, usw. wird beim Prozess des Umrührens aufgehoben -

und zwar bei jedem Individuum der einzelnen Gruppen.

Autsch.

Die Authenitizität, die Ursprünglichkeit, von jedem einzelnen Mitmenschen wäre somit komplett aufgehoben.

Hoffentlich besteht niemand auf seine bisherige Farbe im Eimerchen.

Die momentan stattfindende Kiste hat nur einen Haken!

Die Führungskraft hat bisher zumindest mir noch nicht mitgeteilt, wo unser gemeinsames Ziel zu finden sei. Ist Euch etwas darüber bekannt?

Besteht das Ganze am Ende aus einer gemeinsamen Religion?
Einer gemeinsamen Moral, Ethik usw.?
Wenn ja, wie sollen diese einzelnen Ebenen konkret ausschauen?
Wie sollen unsere Kinder, unsere Enkel vorbereitet werden, damit dieses Ziel des neuen Gemeinsamen erreicht werden kann?

Es ergeben sich für mich persönlich weitere Fragen, wie:

Warum leben wir in der Phase des Gender, wenn Menschen aus dem Patriachismus zu uns stossen? Wird der Prozess Gender aufgehoben?

Warum leben wir in einer Zeitepoche, in der Spiritualität aufgeweicht wird und die möglichen neuen Gruppenmitglieder sind im Glauben anscheinend tief verwurzelt?
Sollen wir eine neue Spiritualität erschaffen oder liegt da schon eine Idee in irgendeiner Schublade?

Wieso wurde die Digitalisierung in Europa voran getrieben, wo doch viele Landwirte im Sinne der Selbstversorgung meine Nachbarn werden sollen?

Weshalb hat unser Bildungssystem so hohe Ansprüche, wenn sehr viele aus den fremden Ländern keine Schule kennen?

Was ist mit der so genannten Emanzipation der europäischen Frau, wenn unsere Schwestern nicht einmal in ihren Herkunftsländern Fahrrad fahren dürfen?

Was geschieht mit den Männern in Europa, die noch nicht einmal ihre gesellschaftliche Stellung nach dem erneuerten Männerbild gefunden haben?

Warum wurden bisher für uns Europäer zwar Englisch, Französisch als Schulfach angeboten, jedoch kein Arabisch, Chinesisch, wenn denn die Welt ein Globales wäre?

Was... warum... weshalb... ?

Fragen über Fragen!
Welche uns die ∞
Führungskraft doch bitte offen und ehrlich beantworten möchte, damit wir wieder uns geborgen fühlen könnten.


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1999 - Kunze - Aller Herren Länder


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