Tauschgeschäft


Tauschgeschäft

Wie Doc Mozart später erfuhr war die junge Frau die Enkelin des Ältesten und einem Krieger der Tulibun versprochen. So musste sie quasi wieder gesund werden, denn eine Verkrüppelte oder Tote nutzte dem Dorf nichts.

Es war ein Tauschgeschäft.

Sie wurde an einen Krieger der Tulibuns gereicht und dafür erhielt das gesamte Dorf deren Schutz.

Neben dieser verletzten jungen Frau gab es noch drei andere Frauen in dem zerstörten Haus. Ältere, jüngere und auch zwei Mädchen waren unter den Verletzten. Die anderen überlebten den Anschlag nicht.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis alle Menschen aus den Trümmern geborgen werden konnten.

Ab diesem Tag kam Doc Mozart in jeder freien Minute in dieses kleine Dorf, das relativ unweit für dortige Verhältnisse am Rande seines Quartiers war und versorgte nicht nur die Verwundeten, sondern auch die restlichen Dorfbewohner.

Jeder, der bei dem jüngsten Anschlag verletzt wurde, überlebte ohne grösseren Beeinträchtigungen für sein späteres Leben.

Pierre, der Arzt durfte sogar an der Trauerfeier der Verstorbenen teilnehmen.

Eine Ehre! Für einen, der nicht aus ihren Reihen kam.


Nach und nach vertiefte sich der Kontakt zwischen ihm und den Dorfältesten. Natürlich halfen ihm dabei auch seine wenigen Worte der Landessprache. Durch den Kontakt zu den Einheimischen erweiterte er seinen Wortschatz mehr und mehr. Die Akzeptanz wurde zwischen den Dorfbewohnern und ihm grösser.

Der Soldat brachte Hühner mit, einmal sogar organisierte er einen PickUp, der sogar Ziegen als Transporter diente. Er half mit Baumaterial für den Aufbau des zerstörten Hauses, schaffte Mehl für Brot und Obst vor allem für die Kinder herbei. Auf einem "ausgeliehenen" Boot kam von ihm noch vieles anderes ins Dorf.

boot

An dieser Stelle ein Danke an die "befreundeten" Einheiten. Ihr könnt die Suche nach dem Boot einstellen und noch was: der Aussenbordmotor musste vor seinem ersten Einsatz repariert werden. Sorgt in Zukunft doch bitte für besseres Material in Eurer Einheit! : )

Als sein Kommandant auf Umwegen erfuhr, was er in seiner Freizeit trieb, wurde er zornig, denn so hatten die beiden das nicht abgeklärt. Pierre liess sich aber nicht beirren, denn er war hautnah an dem dran, was die Obrigkeit seiner Einheit so sehr wollte.

Tiefe Einblicke in die Netzwerke der Tulibuns und den Landbewohnern. Möglicherweise ganz heisse Informationen!
Er brauchte nur Zeit.


Somit wurde eine grössere Besprechung mit ihm und den einzelnen zuständigen Kommandeure anberaumt. Es war eine lange Diskussion.

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